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Autor Thema: Die dunkle Welt des Irrsinns.. Lichtbringer oder andere Querulanten benötigt!  (Gelesen 360 mal)
beltane
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***
Beiträge: 58



« am: 07. Februar 2012, 19:17:32 »

guten abend,

ich habe das letzte mal 2006 hier geschrieben, seither sind ja augenscheinlich die jahre ins land geflogen. jahre, die nicht normal gelebt werden sondern aus einen ewigen kampf bestehen, sich immer wieder an die oberfläche zu kämpfen, weiter zu machen, sich schlussendlich zu rehabilitieren..
ich habe meine probleme mit der welt beleuchtet, ich habe meinen geist geschult und dennoch ist es mir nicht möglich, mich zu befreien.
daher habe ich um hilfe gebeten, doch die erfahrung hat gezeigt, dass menschen in diesem bereich der hilfestellung, welche wirklich die mentale kompetenz haben, wohl so selten vorhanden sind, dass ich leider niemanden dieser art auf meinem weg vorfinden durfte.
im gegenteil, ich habe von arzt zu arzt meine anamnese mit diagnosen erweitert bekommen, teils irrwitzig sich selbst widersprechend, teils so offenkundig falsch, dass ich tatsächlich die frage erhebe, wie manche menschen, haben sie doch fast ihr ganzes leben dem studium des menschlichen geistes & der seele gewitmet, weniger sinn und einfühlungsvermögen aufbringen können als ich selbst…
man hat mich durch mittelalterliche test geleitet, mich mit zeitverschwendenen endlosen sitzungen gequält, die mich kein stück weiter gebracht haben, mir gesagt ich schaffe es nicht ohne medikamente und hat mich sogar mit ganz kleinlich menschlichen wutausbrüchen beschenkt, wenn ich dinge in frage stellte oder weiterführende fragen anbrachte..
oftmals durfte ich beobachten, dass auf meine fragen nur ein leeres gesicht zurückblieb, ohne regung, ohne antworten..
alles verhaltensweisen, die ich von geschulten personen nicht erwartet habe und auch nicht akzeptieren kann.
tatsächlich bin ich wohl ein schwieriger fall… in einer welt, die auf solch einer oberflächlichkeit basiert und die schnelle und einfache lösung der medikamentaion auf den thron erhoben hat, anstatt das gesammtbild zu beleuchten & den patienten in dessem mittelpunkt, sind solche fragen und die augenscheinliche weiterbeschäftigung mit den hintergründen unerwünscht, das ist mir klar. auch wenn es wenig nachvollziehbar ist, warum das alles überhaupt so ist….

dennoch benötige ich hilfe; und zwar wie sich immer deutlicher abzeichnet, recht dringlich, denn obwohl ich vieles verbessern konnte, ist dieser wunde punkt in mir, welcher mich kaputtmacht und auffrisst, immer weiter gewachsen und nun definitiv zu einem Endpunkt geworden.
das bild in mir über mein weiteres leben ist so verdunkelt und kaum noch erkennbar, die verzweifelte energie zum weitermachen ist erloschen und der sinn und die kraft wird mit jeden moment kleiner.
seit tagen, vielleicht sind es bereits wochen, befinde ich mich in einem zustand äusserster zerstörung meiner selbst.
ich möchte diesen zustand aufhalten, weil ich muss, sonst verliere ich mein leben..
es ist kein unbewusster zustand, es besteht recht wenig gefahr für eine kurzschlussrekation, doch nach so vielen nächten ohne schlaf, dem missbrauch von alkohol, meinen irrwitzig vom arzt verschriebenen aufputschenden medikamenten (da meine neuste diagnose ADHS lautete…) und nicht in zahlen zu fassenden zigaretten, wird mein körper so wie es sich anfühlt, wohl bald seine funktion aufgeben; den gesunden geist hat er schon abgeschafft.
so zerbreche ich mir meinen kopf über die tatsache, dass ich immer wieder nach hilfe frage & sie dennoch nicht erhalten kann & werde wohl bald entweder tot oder vollkommen verrückt sein….

mein jetziger psychiater stellte wie gesagt, ohne jegliche tests die diagnose ADHS, was natürlich auf manche meiner symptome recht gut passt. dennoch kann ich jedes dieser symptome logisch begründen, er entgegnete kein einziges wort auf diese begründungen und besteht darauf, dass meine frustration über die welt unbegründet dank ADHS ist.
sehr einfach & fatal, denn obwohl er meine vordiagnosen weitergereicht bekam & da er sie hoffentlich studiert hat, in kenntnis darüber ist, dass ich aus selbstzerstörerischen hintergründen einen abusus jeglicher substanzen pflege, die ich gutheissend finden kann, verschreibt er mir amphetamine. ich habe dies natürlich nicht abgelehnt, denn nach allen hirnlosen menschen, welche mir die übelsten sedierenden drogen verschreiben wollten, welche ich nie nahm, war dies eine interessante wendung & ich könnte mich glücklich schätzen, dass mich nun jemand mit aufputschenden drogen über den tag bringen kann & mich dazu noch krankschreibt, wie und wann ich will.
doch das ist ja nicht die lösung des problems & angesichts der tatsache, dass ich seelisch und mental kurz vor dem aus stehe, würde ich gerne darauf verzichten, dass sich menschen, die mir keine antworten und hilfe geben können, wenigstens so verhalten, wie ich es will.
denn ich benötige halt die hilfe & die antworten, doch ich versuche dem arzt klarzumachen, dass es nicht mehr weitergeht, dass ich zerweifelt bin weil ich die lösung meines problemes nicht finden kann & er fragt nur, ob ich mich umbringen will & ich muss das natürlich verneinen, da ich das nicht will; ich will nicht sterben, ansonsten würde ich ja nicht nach hilfe rufen!
und er sagt nur, dass er mich für weitere 2 wochen krankschreibt, ich ein bisschen rausgehen und nicht so viel nachdenken soll und gibt mir ein weiteres päckchen drogen, als ob er vergessen hat dass ich 10 minuten vorher gesagt habe, dass ich seit wochen nicht draussen & derweil nicht geschlafen habe…… irrsinn.. und dennoch so passend.
ich sollte meine zeit die ich noch habe nutzen & ein buch schreiben, um euch den irrsinn dieser welt den ihr wohl ahnt, mal richtig vor augen zu führen.

doch das ist hier nicht wirklich in diesem moment der sinn, den ich anstrebe & es tut mir auch leid, dass ich so viel beiwerk verfasse & sich jemand, der vielleicht beabsichtigt, ein paar gedanken dazu zu schreiben, durch so viele worte kämpfen muss, doch so ist es nun mal…

ich habe von meinem arzt keine brauchbare antwort erhalten, wie man am besten eine bewilligung für eine psychosomatische kur erhält. denn er scheint gutachter für solche bewilligungen zu sein & sagte er sei somit „befangen“ und könnte mir daher natürlich nicht weiterhelfen mit meiner bewilligung. nun habe ich gelesen, dass der arzt eine befürwortung dazu schreiben muss & ich frage mich, wo ich so was nun herbekommen soll.
ich möchte eigentlich nicht heraus aus meiner höhle.. ich fühle mich, von all den agoraphobischen und äusserst antisozialen diagnosen bestätigt, hier am wohlsten, was nichts mit wohl sein zu tun hat, doch jeder schritt heraus, ist qual, hass und angst…
dennoch werde ich nicht mehr lange in diesem zustand verbleiben können & wenn ich keinen schritt heraus mache, wird das wohl mein ende sein.
so sehe ich derzeit diesen schritt in eine klinik als die einzige, wenn auch äusserst missfallende lösung.

vielleicht kann mir jemand ein paar hilfreiche worte dazu geben, wie ich einen solchen antrag stelle, wer mein befürworter sein kann und welche klinik sich vielleicht eignet, denn ich bin leider nicht sehr hoffnungsvoll, dass es einen ort gibt, den ich menschlich gutheissen könnte..
doch vielleicht hat jemand erfahrungen gemacht, die anders sind.. die welt ist groß, nicht bei mir derzeit, aber deshalb schreibe ich halt……
Gespeichert
Anndra
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Beiträge: 296



« Antworten #1 am: 10. Februar 2012, 14:12:34 »

Hallo beltane,

ich schleiche schon ein paar Tage um Deinen Beitrag herum, weil er eben so lang ist und ich so schlecht im lesen bin...
aber ich habe mich nun doch aufgerafft und musste leider feststellen, dass ich Dich zwar absolut verstehen kann aber selbst gar keine Erfahrung mit der Materie Klinikaufenthalte und deren Beantragung habe...mir wurde immer nahegelegt, schon fast aufgedrängt, in eine Klinik zu gehen...habe mich immer erfolgreich dagegen wehren können...
von einem guten Bekannten weiß ich allerdings, dass er sich lediglich von seinem Hausarzt eine Einweisung hat geben lassen. Damit ist er in die Klinik seiner Wahl gegangen und hat die Aufnahme dort beantragt. Manchmal wurde er aufgenommen, manchmal wurde er abgelehnt...von einem Gutachten, weiß ich aber gar nichts!
Er hat bis jetzt drei Klinikaufenthalte auf diese Weise gehabt.

Liebe Grüße
Anndra
Gespeichert

Ich bin!Darum werde ich ständig.
JEM
Stammposter
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Beiträge: 809


« Antworten #2 am: 10. Februar 2012, 19:48:07 »

Hallo beltane,

es ist schwer auf den "persönlichen" Teil Deines Beitrags zu antworten, da es eigentlich ein "Ding" zwischen Dir und Deinen Ärzten ist.

Ich möchte mich deswegen hier auf den "formalistischen" Teil beschränken, den Klinikaufenthalt.

Es gibt zwei Arten davon:
Den REHA-Aufenthalt und den stationären Aufenthalt.
Die REHA hat die von Dir beschriebene Hürde (ein Gutachter berichtet der Krankenkasse/der Rentenversicherung, ob es bei Dir sein muss - es ist bei der angespannten Finanzlage aber eher schwierig mit der Genehmigung).
Den stationären Aufenthalt kann sogar der Hausarzt (wie auch schon Anndra es Dir geschrieben hat) mit einer Einweisung verordnen (besser ist es natürlich durch einen Psychiater).

Zu den Kliniken:
Es gibt Kliniken, die REHA und stationären Aufenthalt parallel anbieten, das persönliche "Programm" und die Unterbringung ist dabei identisch.
Dann gibt es Kliniken, die nur stationären Aufenthalt anbieten, hier ist in der Regel ein Vorgespräch erforderlich.

Liebe Grüße
Jürgen
Gespeichert

Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
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