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Autor Thema: Tavorentzug  (Gelesen 5748 mal)
sauerkirsche
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Beiträge: 26


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« am: 07. Oktober 2004, 15:21:29 »

Hallo,
sagt mal? Hat von Euch irgendjemand Erfahrung mit einem Benzoentzug, egal ob Valium oder wie bei mir von Lorazepam. Bin seit sechs Monaten, nach dreijähriger Einnahme, ohne!!! Ich würde mich so gerne austauschen, weil ich immer noch Entzugserscheinungen habe.

Lieben Gruß von Marion
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ich tanze so schnell ich kann.
sauerkirsche
Juniormember
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Beiträge: 26


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« Antworten #1 am: 24. Dezember 2004, 03:12:25 »

Hallo Tep,

ich bin froh zu hören, dass ich damit nicht alleine bin. Über 10 Monate sind nun in s Land gezogen und ich halte durch, obwohl es immer noch sehr schlimm ist. Das wirkliche Verlangen nach Lorazepam ist weg. Jedoch die Angst ist stärker als je zuvor, kann deswegen kaum aus dem Haus gehen. Die körperlichen Entzugserscheinungen sind auch noch kaum spürbar. Manchmal bin ich oft etwas abwesend, d. h. ich habe das Gefühl in Watte gepackt nicht so richtig wahrnehmen zu können, was um mich herum geschieht. Das macht mir noch große Angst. Ich habe auch von heute auf morgen abgesetzt und ohne ärztliche Hilfe. Drei gescheiterte Absetzversuche mit ärztlicher Hilfe haben nicht geklappt, der vierte ohne Arzt und ohne Ausschleichen jedoch schon.. kurios?!
Nimmst Du andere Psychopharmaka oder gar nichts?

Hallo Jumbo,
wenn es bei Dir aus körperlichen Gründen besser ist weiterzumachen, dann ist das nicht schlimm, es ist eben ein Medikament das gut hilft, nochdazu verträglicher ist, als andere Psychopharmaka. Wie lange nimmst Du schon?
Der richtige Zeitpunkt wird noch kommen.

In diesem Sinne FROHE WEIHNACHTEN
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ich tanze so schnell ich kann.
Annette
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Beiträge: 115


« Antworten #2 am: 13. Oktober 2004, 10:55:00 »

Hi Marion!

Ich hab vor zwei Jahren ca. zwei Monate tgl/1mg Noctamid = Lormetazepam genommen.
Letztes und dieses Jahr, war etwa ein 1/2 Jahr, tgl/5 mg Diazepam.
Und August/September Valoron = Opioid.

Ich hatte jedes Mal einen Entzug, trotz ausschleichen, wobei ich einen Unterschied im Entzug sehe, zwischen Benzo und Opioid.

Ich hab mich auch im Netz schlau gemacht gehabt, und gelesen, weiss aber nicht mehr wo, dass bei noch längerer Einnahme (Jahr/e) eines Benzo die Entzugserscheinungen lange anhalten können, so wie bei Dir wohl der Fall.

Ich wünsche Dir viel Kraft und gutes Durchhaltevermögen.

Gruß Annette


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Jumbo
Stammposter
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Beiträge: 118



« Antworten #3 am: 13. Oktober 2004, 13:21:01 »

Liebe Sauerkirsche.ich müß Anette zustimmen.Habe selber Benzo entzug versucht in einer Klinik,da ich auch Herzkrank bin,wurde der Entzug abgebrochen.Habe mich im Net schlau gemacht,bin da irgendwie hingelagt,als ich versuchte mein Medi dort zu ordern.Der Entzug dauert sehr lange und betroffene,die auch schon auf starken Drogen Entzug gemacht haben teilen mit,das ein Heroinentzug dagegen Ein Zuckerschlecken sei.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und halte durch,du wirst es bald geschaft haben,sie sprachen von ca.1/2 Jahr.Das bedeutet,du bist kurz vor dem Ziel,bei einem dauert es etwas länger,bei dem Anderen etwas kürzer.

Laße dich nicht entmutigen
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Alles wirkliche Leben ist Begegnung
sauerkirsche
Juniormember
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Beiträge: 26


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« Antworten #4 am: 18. Oktober 2004, 15:25:43 »

Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Beiträge.
Es ist schlimm, was ich da durchmache, wirklich schlimm, besonders, dass jetzt noch alles viel schlimmer zurückkommt als vorher. Die Angstzustände sind nur noch reine Panik und ich lebe in einem einzigen depressiven-angstzerissenen Leben, mit bald schon Wahnvorstellungen, da der Entzug immer noch in meinem Kopf hängt und es hört und hört einfach nicht auf... schlimm.. echt schlimm... jetzt bereue ich es zutiefst dieses Medikament genommen zu haben, auch wenn es mir eine Zeitlang geholfen hat, die Angst zu überwinden, jedoch ist das nicht aufzuwerten mit dem was ich jetzt durchmache...

Danke Euch.. eine durchhaltende Marion
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ich tanze so schnell ich kann.
Tep
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Beiträge: 3


« Antworten #5 am: 22. Dezember 2004, 12:40:35 »

Hallo Sauerkirsche...

hab selber Mitte Mai einen Diazepam-Entzug hinter mir. Also schon 7 Monate her, vorher mit einer Dosierung von bis zu 30 tropfen pro Tag, manchmal mehr manchmal weniger und das 5 Jahre lang.
Ich habe von heute auf morgen abgesetzt, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, so zu leben. Die ersten Wochen waren qualvoll, aber ich war motiviert. Ich muß noch dazu sagen, dass ich alles ohne ärztliche Hilfe gemacht habe.
Immer wieder erlebe ich, dass der Entzug noch nicht abgeschlossen ist und ich noch nervöse Begleiterscheinungen habe.
Jetzt sind 7 Monate vergangen und ich denke, es ist geschafft. Ich habe kein Verlangen nach dem Zeug und habe die Tropfen nur ab und zu im Gepäck, ohne sie anzurühren!

Doch, was Du beschreibst kenne ich nur zu gut: alles kommt wieder hoch in einem, das ist schlecht. Doch es liegt einfach daran, dass die Symptome, die Ursache der Angst nicht bewältigt ist. Hier Bedarf es einer Therapie und das weiß ich auch. Ich denke, es geht Dir wohl ebenso.

Ansonsten möchte ich nur sagen, dass die Ärzte dieses Teufelszeug viel zu schnell verschreiben und auf die Regulierung kaum achten, das ist meine Erfahrung von 3 Psychiatern! Nur eine Psychiaterin wollte mich wieder von Lorazepam damals am Anfang der Depri davon wieder abbringen - aber damals wollte ich so etwas einfach nicht hören....

Liebe Weihnachtsgrüsse von
Tep
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Jumbo
Stammposter
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Beiträge: 118



« Antworten #6 am: 22. Dezember 2004, 13:49:33 »

Hallo Tep,
Es ist sehr mutig,wie du den Endzug durchgeführt hast.Auch,wenn es mich nicht unbedingt begeistert es gänzlich ohne ärztliche Unterstützung durchgeführt zu haben.
Deine Anfangsqualen kann ich gut nachvollziehen,habe ich es doch selber auf die gleiche Weise probiert und bin gescheitert.
Selbst unter Klinikbedingungen ist es mir leider nicht möglich von meinem Medi,aus gesundheitlichen Gründen)herunterzukommen.
Es tut gut zu lesen,dass es den meisten möglich ist,wenn sie denn nicht mehr auf das Medikament angewiesen sind.Du wirst wohl den richtigen Zeitpunkt gewählt haben.Ein zu frühes Absetzen kann die vorherige Problematik noch verstärken.
Endzug ja,aber alleine,ohne ärztliche Unterstützung?
Trotzdem danke ich dir,denn dein Beitrag wird vielen Mut machen.
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Alles wirkliche Leben ist Begegnung
Tep
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Beiträge: 3


« Antworten #7 am: 25. Dezember 2004, 11:59:27 »

Liebe Sauerkirsche!

Erst einmal ein Merry Christmas!

Ich hoffe ja sehr, dass Dich diese Tage nicht so sehr einengen. Ich glaub wir müssen alle da irgendwie durch...

Danke für Deine liebe Antwort, Du müßtest es eigentlich auch schon "geschafft" haben - aber ich lese auch, dass Deine Symptome immer wiederkehren oder garnicht weggehen wollen. Das ist bei mir auch so, ich leide nach wie vor sehr darunter und komme damit im tagtäglichen Leben nicht richtig zurecht. Aber das liegt nun mal an meine eigene Situation und auch nach 3 Jahren Therapie (ambulant) ist es nicht unbedingt besser geworden - also die Symptome sollten wir beide irgendwie bekämpfen. Was hilft aller Erkenntnis, wenn die Kraft fehlt...

Aber ich freue mich sehr, dass Du von Lorazepam weg bist und eigentlich hast Du bestimt gedacht, jetzt beginnt ein neues Leben und mußt ebenfalls feststellen, dass es eben nicht beginnt, dazu gehört leider noch so viel mehr, nicht wahr?!
Zur Zeit nehme ich noch Remergil (AD) und damit kann ich noch gut leben, will es aber absetzen, wenn ich die Kraft dazu habe... es ist alles irgendwie ein Teufelszeug und versetzt einen in einer Lage der Abhängigkeit, obwohl viele sagen von AD kann mann nicht abhängig werden. Ich bin da schon andere Meinung, aber das ist eine andere Geschichte.

Pass auf Dich auf...

Liebe Grüsse
Tep
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sauerkirsche
Juniormember
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Beiträge: 26


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« Antworten #8 am: 13. Januar 2005, 15:51:35 »

Hallo Tep,

bei Dir noch alles klar? Hoffe doch. Ich stehe immer noch durch...

Zu Marceee:

ich bin sprachlos. Vielleicht poste ich später etwas dazu, muss erst über Deinen Post nachdenken, wenn sich das überhaupt lohnt...

in diesem Sinne...
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ich tanze so schnell ich kann.
Phoenixchen  
Gast
« Antworten #9 am: 13. Januar 2005, 16:23:46 »

Aha, Marceee,

ganz was neues, dass sich Abhängigkeit kognitiv steuern lässt. Mit dieser Meinung dürftest du wirklich ziemlich alleine dastehen.
Nach Aussagen meines Psychiaters reicht bereits eine zweiwöchige Einnahme, um süchtig zu sein.
Vielleicht waren es ja Smarties, die du genommen hast?

Gruß
P.
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manic monday
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Beiträge: 1


« Antworten #10 am: 13. Januar 2005, 20:34:35 »

Hallo!
Zum Thema Benzoentzug kann ich aus eigener Erfahrung berichten, das ich trotz nur sechs monatiger Einnahme von Tavor, heftige Entzugserscheinungen hatte obwohl es langsam ausgeschlichen wurde.
Als ich mit dem Thema durch war nach ca. einem Monat, war ich beschwerdefrei.
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Marceee
Gast
« Antworten #11 am: 17. Januar 2005, 14:43:16 »

Also ich hatte bei TAvor kaum Entzugserscheinungen...EIn paar Tage war ichleicht nervös als ichs abgesetzt habe...habs aber auch über sechseinhalb Jahre genommen in recht hoher dosierung (4-8 mg)
Ihr schafft das scghn...und wenn schon entzug...dauert ne woche dann is gut
WÜnsch euch allen alles Gute
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Marceee
Gast
« Antworten #12 am: 17. Januar 2005, 14:47:29 »

UNd Phoenix,
nun deinPsychater scheint auch einfacxh keine AHnung zu haben...wie aollte er auch...müsste sih darum net eher n NEurolge kümmern, um die medis? NAja daran merkt man schon dass du lügst....kein TAvor, kein Entzug, nette Geschuchte!
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Phoenixchen  
Gast
« Antworten #13 am: 17. Januar 2005, 16:14:55 »

Marceee,

es soll auch Psychiater geben, die gleichzeitig Neurologen sind. Außerdem können ds auch Hausärzte verschreiben, was soll also dieses unqualifizierte Argument?

Vielleicht solltest du erst mal deinen Drogenrausch auskurieren, bevor du hier postest ;-)
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Tep
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Beiträge: 3


« Antworten #14 am: 18. Januar 2005, 14:36:03 »

Hallo Sauerkirsche!

Was macht Dein Entzug? Bist Du schon irgendwie weiter und magst darüber schreiben?
Würd mich freuen, von Dir zu hören.

LG
Tep
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sauerkirsche
Juniormember
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Beiträge: 26


WWW
« Antworten #15 am: 19. Januar 2005, 13:05:41 »

Hallo Tep,

mein Entzug macht sich ganz gut, d. h. ich brauch die Tabletten einfach nicht mehr. Das Verlangen danach ist schon lange vorbei. Was mir jedoch sehr zu schaffen macht sind meine Ängste, die nach Tavor wieder massiv -noch schlimmer als vorher- zurückgekommen sind. Ich kann das Haus nicht verlassen, sitze seit fast einem Jahr wie in einem Gefängnis. Bin hilflos und auf andere angewiesen, das macht mich noch mehr krank.
Z. Z. mach ich eine Psychotherapie, die mir helfen soll, jedoch wühlt es alles in mir auf und mir gehts danach noch schlechter, weil ich nicht Verarbeiten kann...

naja.. so stehen meine Dinge im Moment.. keine guten Aussichten, natürlich immer wieder doch noch mit Hoffnung verbunden, das ich das alles endlich loswerde.. und bei Dir?

Liebe Grüße
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ich tanze so schnell ich kann.
echt42
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« Antworten #16 am: 31. März 2011, 19:47:27 »

hallo ich kann dir von meiner erfahrung schildern. ich habe 2 jahre tavor genommen zum schluss 17,5 mg am tag. ich war 9 wochen in einer tagesklinik seit 4 wochen nehme ich kein tavor mehr. aber der entzug ist noch lange nicht vorbei. ich habe mich 5 wochen wirklich gequält. ich hätte es an deiner stelle langsam ausschleichen lassen. ich weiss das ich noch einen sehr schweren weg vor mir habe. aber ich möchte dich ermutigen dranzubleiben du schaffst das. denn dieses zeug bringt dich auf die dauer um. lg kerstin
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