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DG80
Gast
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« am: 14. November 2004, 12:22:54 » |
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Hallo zusammen ich möchte mich hier mal vorstellen und euch meine Probleme schildern. Also ich weiss wirklich nicht wielange diese Ängste schon in mir drinstecken wahrscheinlich schon viele Jahre, aber richtig bewusst geworden ist es mir erst vor kurzem. Vor knapp 2 Jahren verlor ich meine Ausbildungsstelle, der Grund dafür war, dass ich nicht zu Berufsschule gegangen bin, weil ich einfach Angst hatte vor den ganzen Leuten dort, wenn ich morgens aufwachte dachte ich mir dreht sich der Magen um und ich musste mich oft deswegen übergeben. Ich konnte einfach nicht mit meinem Chef darüber reden (auch mit niemand anderem), und liess mir fadenscheinige Ausreden einfallen, die Kündigung war dann quasi mein Genickbruch. So stand ich dann da ohne Arbeit, und dachte mir es wird sich schon was neues finden, aber falsch gedacht. Ich habe mich nichtmal getraut zum Arbeitsamt zu gehen um Arbeitslosengeld zu beantragen aus Angst dort Jobs angeboten zu bekommen, weil ich von vorneherein wusste, dass ich mich nicht trauen würde dort vorzusprechen, ich konnte ja einfach mit niemanden über meine Probleme reden, und so verkroch ich mich zuhause (ich wohne noch bei meiner Mutter mit 24) und kapselte mich vom Rest der Welt ab. Nichtmal mehr meine guten Freunde wollte ich sehen, ging nichtmehr ans Telefon usw. Meine Situation machte mich einfach fertig denn bis dahin war mein Leben gar nicht so schlecht gewesen und nun ging es steil bergab.
Vor ca einem Jahr nahm sich dann mein Vater meiner an, er kannte das Problem mit den Ängsten da er auch schonmal sowas durchgemacht hatte (nicht dieselben Symptome wie bei mir aber er hatte auch Ängste), er bakam es aber wieder in den Griff. Trotz seinem Engagement habe ich ihn oft enttäuscht weil ich mich nicht meldete, oder seine Ratschläge nicht befolgte, was auch daran lag dass er manchmal sehr wütend wurde (was ich verstehen kann) was mich natürlich immer weiter verängstigte.
Diese Woche dann hab ich mir mal ein Herz gefasst und bin mit ihm zusammen zum Arbeitsamt gegangen, und siehe da so schlimm war es gar nicht, das Gespräch dort war sehr nett und der Sachbearbeiter zeigte Verständnis für meine Situation (was ich vorher nie für möglich hielt) und vereinbarte mit mir einen Termin beim Amtsarzt zu machen. Ich hoffe dort kann mir etwas geholfen werden bei der Lösung meiner Probleme.
Ich habe wahrscheinlich noch etliche Sachen vergessen zu erwähnen und entschuldige mich falls es alles etwas unzusammenhängend geschrieben ist, aber es tut gut sich mal anderen Leuten zu offenbaren, da wie ich es hier sehe ich nicht alleine dastehe mit dieser Art von Problemen.
Schönen Gruss an Alle
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