Claudi
Juniormember
 
Beiträge: 24
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« am: 27. März 2004, 16:41:38 » |
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...ist es soweit. Einen Tag trocken, einen immerhin "nur" 3 Bier - und heut zu Kindergeburtstag wieder voll.
Mein Mann.
Und will diskutieren, mit mir, mit den Nachbarn - und ich schäm mich in Grund und Boden und will nur noch weg, von dem Kloß im Hals ganz abgesehen.
Und diesmal konnte ich ihn nicht davon abhalten, zu fahren.
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Sorgen drücken nieder - ein freundliches Wort richtet auf
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Dilein
Gast
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« Antworten #1 am: 27. März 2004, 17:47:34 » |
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Liebe Claudi,
mit Diskutieren werdet Ihr da nicht weiterkommen, bei einem Alkoholiker ist das "auf Zeit spielen". Mache ihm in einem Zustand, wo er nüchtern ist, klar, dass er unverzüglich in eine Entziehungskur einwilligt und sich auch selbst darum kümmert.
Du hältst das nicht durch - ich kenne die Probleme von meinem Neffen.
Ich drücke Dich ganz fest. Du brauchst jetzt viel Kraft, aber es muss etwas geschehen schon wegen der Kinder. Und Dein Mann muss Hilfe annehmen wollen. Er zerstört sonst nicht nur sein Leben sondern jedes einzelne in der Familie auf eine andere Weise. Das sollte ihm bewusst sein. Ganz liebe Grüße vom Dilein
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sharon
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« Antworten #2 am: 27. März 2004, 21:03:40 » |
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hallo Claudi, es geht ihm ja noch ganz gut, da wird er nicht aufhören. Du bist da, gesundheitlich gehts auch noch,der normale Rahmen ist auch noch da, Famlie und so.
Also da habe ich lange nicht aufgehört, wozu denn auch, ich dachte ja, so fühle ich mich besser. Erst als meine Leber am Ende war, mein Mann weg und ich mich vor Angstzuständen nicht mehr retten konnte, kam mir mal langsam eine Erkenntnis.
Besser ist es natürlich früher aufzuhören, aber meistens tut man nicht. sharon
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ich kenne das helle ich kenne das dunkle
die sehnsucht schweigt
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Knati
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« Antworten #3 am: 28. März 2004, 19:45:33 » |
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Liebe Claudi, mein Vater ist auch Alkoholiker.... Mir hat die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe eine ganze Menge gebracht. Sie nennen sich "Al-Anon" und sind eine Gruppe, die speziell für Angehörige von Alkoholikern gedacht ist. (Läuft auch anonym, wie bei den AA's) In den meisten größeren Orten kann man welche finden. Alles Gute für Dich, Knati
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....gute 24 Stunden
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sharon
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« Antworten #4 am: 28. März 2004, 20:45:08 » |
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hallo, das stimmt, mein Mann hat gesagt, ohne Al-Anon wäre er nie da rausgekommen. In Liebe loslassen, ist der ihr Zauberwort. Dass du machtlos bist gegenüber der Sucht deines Mannes. Dass du lernst, dein Leben wieder zu meistern.
sharon
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Cleo
Gast
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« Antworten #5 am: 29. März 2004, 07:48:04 » |
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Liebe Claudi,
wie geht es Dir heute und: wie hat sich das bei Euch zu Hause in den letzten Tagen weiterentwickelt?
Ist das Thema Alkohol auch Thema in Deiner Therapie?
Liebe Grüsse und viel Kraft
Cleo
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Claudi
Juniormember
 
Beiträge: 24
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« Antworten #6 am: 01. April 2004, 11:25:47 » |
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Ja, an dem Abend hats noch gefetzt, da war ich nur noch ein Häufchen Elend, deshalb hab ich mich auch länger nimmer gemeldet. Ich war das erste Mal wirklich kurz davor, zu gehen. Ich hab ihm das auch gesagt, wollte am nächsten Tag mit ihm reden, glai früh, da sagt er: "Das Thema ist für mich erledigt."
Im Moment sag ich erstmal garnix mehr. Weils einfach nix bringt.
Cleo, ja, wir reden viel über den Alk. Der Antrag für die Thera läuft noch, mal sehen. Seit dem Samstag ist erstmal Ruhe.
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Cleo
Gast
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« Antworten #7 am: 03. April 2004, 06:12:03 » |
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Liebe Claudi,
was meint Dein Mann damit, wenn er sagte, dass das Thema für ihn erledigt sei? Und was heisst, seit Samstag sei Ruhe? Trinkt er nicht mehr oder meinst Du damit, dass Dein Stress nachgelassen hat?
Ich hoffe so sehr, dass Du und die Kinder bald zur Ruhe kommen und nicht so beeinträchtigt seid durch die Trinkerei und den damit verbundenen Schwierigkeiten... Du hast ja inzwischen selber erkannt, dass Reden nichts ändert oder bringt...
Meld Dich hier wieder, ok? Bis dahin viel Kraft.
Liebe Grüsse Cleo
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Claudi
Juniormember
 
Beiträge: 24
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« Antworten #8 am: 06. April 2004, 11:18:15 » |
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Ruhe in dem Sinne, dass er (ertsmal) nix weiter sagt, bzw diskutiert. Aber ich glaub, er hat als Kind schlimme Dinge erlebt, an die er sich nicht mehr erinnern kann, und ich weiß nich, oib ich mich da einmischen soll und nachforschen oder was. Und z.Z. verhält er sich "normal". Zur Therapie konnt ich ihn noch net überreden, bzw ihn davon überzeugen.
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Dilein
Gast
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« Antworten #9 am: 06. April 2004, 11:34:26 » |
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Liebe Claudi,
ich freue mich, wieder von Dir zu hören. Wenn Du an Deinen Mann schwer herankommst, er sich nicht öffnen kann bzw. wirklich in seiner Kindheit etwas Schlimmes erlebte und völlig verdrängen musste (um zu überleben), wird sein Alkoholkonsum immer verständlicher. Trotzdem muss ja was geschehen, aber wie?
Was hältst Du davon, wenn Du Deinem Mann einmal einen Brief schreiben würdest? Ganz lieb, ohne Vorwürfe, aber doch deutlich im Bezug auf Deine Sorge um Kinder, Zukunft usw. Und dass Du ihm helfen möchtest und die Diskussionen nichts bringen. Dass Ihr das gemeinsam angeht und schaffen wollte, dass Du ihm zur Seiten stehst (was Du ja sowieso tust). Ein Brief kann enorme Wirkung haben. Das Wort geht in ein Ohr rein und wenn man dickköpfig ist oder verärgert, ins andere bekanntlich wieder raus. So ein Brief aber bleibt. Dein Mann kann ihn immer wieder lesen, Stellen herauspicken und nachdenken über sich, über die ganze Situaion. Vielleicht wäre der Zeitpunkt jetzt günstig, das kannst nur Du beurteilen.
Und, liebe Claudi, es war nur so eine Idee.
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffentlich findet sich endlich und bald ein Weg, damit auch Du Kraft und Lebensmut behältst!
Herzlichst grüßt Dich das Dilein
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Joachim
Gast
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« Antworten #10 am: 06. April 2004, 11:38:55 » |
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Zur Therapie konnt ich ihn noch net überreden, bzw ihn davon überzeugen. Hallo Claudi, das wirst Du auch nicht können. Jeder Mensch, der irgendeine Therapie macht, überredet und überzeugt sich in letzter Konsequenz selbst, diesen Schritt zu tun. Man kann nur versuchen zu begleiten - und darf aber auch nicht selbst dabei drauf gehen. Gerade auch die Kinder. Wie dem auch sein mag - ich wünsche Dir auf jedem Fall für deinen Weg viel Kraft und Weisheit. Liebe Grüße Joachim
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