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Autor Thema: Psychosen  (Gelesen 8624 mal)
wolfgang  
Gast
« am: 28. März 2004, 12:22:29 »

    

 

Schizophrenie - Tür zu einer anderen Realität -

Schizophrenie ist eine ernste, psychische Krankheit, die verschiedene Ausdrucksformen annehmen kann. Heute spricht man meist von Schizophrenien, nicht zuletzt weil sich deren Symptome über mehrere Bereiche erstrecken: Denken und Fühlen, Sprache, Wahrnehmung, Emotionen, motorisches Verhalten und soziale Kontakte. An Schizophrenie erkrankte Menschen haben häufig Mühe, zwischen der Wirklichkeit und der eigenen subjektiven Wahrnehmung zu unterscheiden. Sie hören Stimmen, die sie verfolgen und sehen sich als Opfer von Intrigen und Verschwörungen gegen ihre eigene Person: Die besten Freunde können zu Feinden werden, die eigenen Eltern und Geschwister zu Verrätern.


Ursachen

Die mit der Krankheit einhergehenden Symptome verändern die Welt des Erkrankten auf dramatische Weise. Nichts ist mehr, wie es früher einmal war. Die ?entrückte?, oft bedrohlich empfundene Realität verunsichert den an Schizophrenie erkrankten Menschen. Mißtrauen gegenüber Freunden, Verwandten und dem weiteren Umfeld sowie oft auch eine Flucht in die eigene innere Welt können die Folgen davon sein.
Schizophrenie ist eine komplexe und immer noch rätselhafte psychische Erkrankung. Sie kommt bei beiden Geschlechtern vor und bricht am häufigsten zwischen dem 18. Und 30. Lebensjahr aus. Seltenere Formen zeigen sich erstmals in der frühen Kindheit oder im höheren Alter. Unter Fachleuten herrscht bis heute keine endgültige Einigkeit über die Ursachen der Schizophrenie. Trotz zahlreichen Forschungsarbeiten und Theorien bleibt die Krankheit bislang weitgehend unverstanden. Dennoch wurde in der Behandlung in den letzten Jahrzehnten entscheidende Fortschritte erzielt. Heute gilt Schizophrenie als gut therapierbare Krankheit mit relativ hohen Erfolgsaussichten  auf Genesung bzw. Stabilisierung. Bei rund 70 Prozent der Patienten können mit Medikamenten und Psychotherapie gute bis sehr gute Erfolge erzielt werden, trotz des teilweise sehr unterschiedlichen Krankheitsverlaufs. Mehrere Studien belegen, daß zirka 10 Prozent der Betroffenen schon nach einigen Monaten genesen. Weitere 15 Prozent werden im Laufe weniger Jahre wieder gesund. Rund 30 bis 40 Prozent können ein weitgehend normales Leben führen. Ein Drittel bleibt chronisch krank.
Eine der möglichen Ursachen der Schizophrenie liegt teilweise in der Vererbung. Experten gehen davon aus, daß Menschen eine ?Tendenz?, eine gewisse Empfänglichkeit für Schizophrenie vererben können. Bei Menschen mit Schizophrenie im Verwandtenkreis ist die Wahrscheinlichkeit größer, selbst an Schizophrenie zu erkranken. Wenn beide Eltern an Schizophrenie erkrankt sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, daß ihre Kinder dasselbe Schicksal erleiden, bei rund 40 Prozent - bei eineiigen Zwillingen beträgt das Risiko knapp 50 Prozent. Dennoch: Schizophrenie wird nicht direkt vererbt, wie dies etwa bei der Augenfarbe der Fall ist.


Verletzlichkeit

Damit sich die Krankheit entwickelt, sind weitere, nicht erbliche Faktoren wichtig. Streßsituation wie Pubertät, Schulabschluß, Militär, Heirat, Schwangerschaft, Verlust eines nahestehenden Menschen usw. können eine entscheidende Rolle spielen. Im Vorfeld einer schizophrenen Erkrankung werden oft solche seelischen Belastungen beobachtet. Das Erklärungsmodell der Vulnerabilität (Verletzlichkeit) wird in diesem Zusammenhang oft erwähnt. Dieses besagt, daß Menschen mit einer möglicherweise genetisch bedingten Neigung zur Schizophrenie besonders empfänglich für körperliche, seelische und soziale Reize sind. Oft sind es feinfühlige und kreative Menschen, die an Schizophrenie erkranken.


Symptome

Anzeichen für eine Schizophrenie können allmählich auftreten und zu Beginn wenig dramatisch erscheinen. In der Anfangsphase der Erkrankung ist es deshalb häufig schwierig, die Diagnose Schizophrenie zu stellen. Als Symptome treten Störungen des Denkens und Fühlens, Wahnvorstellungen sowie körperliche Veränderungen auf. Die Art, Häufigkeit und Intensität dieser Symptome ist jedoch individuell recht unterschiedlich.


Wahnvorstellungen und Verzerrungen des Ichs

Schizophrene Menschen gelangen oft zur Überzeugung, ihre Gedanken würden gelesen oder gesteuert. Sie glauben in bestimmten Situationen, daß zufällige Ereignisse für sie von besonderer Bedeutung sind. Oder sie fühlen sich mißverstanden, von anderen benachteiligt oder diskriminiert. Oft haben sie die Vorstellung, über ganz besondere Fähigkeiten zu verfügen oder eine eminent wichtige Person zu sein. Nicht selten sind schizophren erkrankte Menschen davon überzeugt, daß ihnen ihr Körper fremd geworden ist, der von außen beeinflußt oder gar gesteuert wird.


Störungen des Denkens und Fühlens

Das Denken von schizophreniekranken  Menschen wirkt oft unlogisch, unklar oder wirr, zumal es einer ?eigenen? Logik bzw. eines ?eigenen? Realitätsempfindens entspringt. Die Stimmung Schizophrener schwankt oft zwischen tiefer Depression und ausgelassener oft übertriebener Fröhlichkeit. In der Äußerung ihrer Gefühle können sie sich unangepaßt oder unverhältnismäßig verhalten: z. B. hysterisches Lachen angesichts eines traurigen Ereignisses.


Körperliche Veränderungen

Zu den körperlichen Symptomen gehören eine Verlangsamung von Bewegungsabläufen, körperliche Starre und Stummheit. Schizophreniekranke Menschen können aber auch ohne ersichtlichen Grund in schwere Erregungszustände oder Ekstase geraten.

Schizophrene Menschen können Dinge hören, sehen, schmecken, riechen, erleben, erahnen, fühlen oder spüren, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Infolge dieser veränderten Wahrnehmung haben sie im Alltag große Mühe, zwischen Wichtigem und Unwichtigem, Vorder- und Hintergründigem, Realem und Unwirklichem zu unterscheiden. Diese veränderte Wahrnehmung kann zur sozialen Isolation führen.


Therapie

Die Behandlung von Schizophrenien muß sehr individuell, auf den einzelnen Patienten abgestimmt, durchgeführt werden, weil die Krankheit bei jedem Mensch unterschiedlich zum Ausdruck kommt. Im Wesentlichen besteht eine Behandlung aus einer Kombination von Medikamenten (Neuroleptika), psychotherapeutischen Maßnahmen und sozialer Unterstützung. Die medikamentöse Behandlung hilft, die aus dem Gleichgewicht geratenen Stoffwechselvorgänge zu normalisieren. Die psychotherapeutische Behandlung dient in erster Linie der Persönlichkeitsstärkung zwischen akuten Krankheitsphasen. Der soziotherapeutische Ansatz fördert ebendalls die soziale und berufliche Wiedereingliederung des Patienten.
In der Praxis hat sich heute eine medikamentöse Behandlung in Kombination mit geeigneten Rehabilitations- und Betreuungsprogrammen (Beschäftigungstherapie, Arbeitstherapie, verhaltenstherapeutische Programme, Gruppen- und Einzelgespräche) im Kampf gegen Schizophrenien bewährt.


Klassische Neuroleptika

Neuroleptika sind Medikamente mit antipsychotischer Wirkung zur Behandlung von Schizophrenien. Es sind Arzneimittel, welche die Symptome der Krankheit lindern, zum Teil oder gänzlich beseitigen. In den fünfziger Jahren entwickelt, haben sich die sogenannten ?klassischen oder konventionellen Neuroleptika? - gemäß zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen - vorab zur Behandlung der positiven Symptome bewährt. Die Wirksamkeit dieser konventionellen Mittel beruht auf einer Einschränkung der Reizübertragung des chemischen Wirkstoffes Dopamin in bestimmten Gehirnregionen. Sie werden vorwiegend dort eingesetzt, wo es gilt, Ängste zu lösen oder Sinnestäuschungen einzudämmen. Leider wird die Einnahme dieser Medikamente von den Patienten - wegen ihrer unerwünschten Nebenwirkungen, allen voran die extrapyramidal-motorischen Nebenwirkungen, und ungenügender Aufklärung - nicht selten verweigert. Der Grund für diese Nebenwirkungen liegt im wesentlichen darin, daß sich die Wirkung der Medikamente nicht ausschließlich auf bestimmte Gehirnareale begrenzen läßt, sondern auch andere Regionen beeinflußt.


Neue, moderne Medikamente

Dopamin ist aber längst nicht der einzige Botenstoff im Kommunikationssystem des menschlichen Gehirns. Die Forschung befaßt sich fortwährend mit dem komplexen Zusammenspiel der verschiedenen Überträgerstoffe im Gehirn, um so neue Zusammenhänge und Therapieansätze zu finden. Eine in den späten achtziger Jahren entwickelte, neue Neuroleptika-Generation, die zusätzlich den Neurotransmitter Serotonin berücksichtigt, hat die therapeutischen Möglichkeiten wesentlich erweitert und darüber hinaus die unerwünschten Wirkungen deutlich verringert. Diese neuen Medikamente sind oft besser verträglich als die klassischen Neuroleptika und verursachen deutlich geringere Störungen des Bewegungsapparates. Im weiteren ist das Wirksamkeitsspektrum entscheidend erweitert worden: Diese Medikamente wirken auf die Psyche ausgewogener, behandeln positive und negative Symptome und sind weniger sedierend (ermüdend bzw. einschläfernd).


Mehr Lebensqualität

Die Neuroleptika vermögen die Symptome der Schizophrenie zu lindern und helfen, ein weitgehend ?normales? Leben zu führen. Dadurch, daß sie Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen verringern, verhelfen sie dem Patienten zu einem klareren Denken und besserer sozialer Beziehungsfähigkeit. Neuroleptika sind wertvolle Heilmittel und haben eine wirksame Behandlung der Schizophrenie erst möglich gemacht. Sie können und wollen aber die Psychotherapie sowie sozialtherapeutische Hilfemaßnahmen nicht ersetzen. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit in der Behandlung von Schizophrenien ist aber mittlerweile so gut belegt, daß sie aus der modernen Psychiatrie nicht wegzudenken sind.


Medikamentöse Langzeitbehandlung

Die Linderung schizophrener Symptome ist die eine Seite der medikamentösen Behandlung. Ebenso wichtig ist es Rückfälle wirksam zu verhindern. Eine Dauermedikation, die regelmäßig verläuft und individuell angepaßt wird, ist in dieser Hinsicht von Vorteil. Weltweite Untersuchungen haben gezeigt, daß der ersten Psychose eine mindestens zweijährige, ununterbrochene Therapie mit Neuroleptika die besten Erfolge zeitigt. Patienten, die unter wiederkehrenden Psychosen leiden, sollten im Minimum während fünf Jahren mit Neuroleptika behandelt werden.
Sehr oft ist eine lebenslange und - dies ist besonders wichtig - eine regelmäßige Medikamenteneinnahme sinnvoll. Es gilt als erwiesen, daß eine konsequente, vernünftige und langfristig eingesetzte medikamentöse Behandlung Rückfälle verhindert und die Zahl der Krankenhausaufenthalte senkt.
Die Neuroleptika der neuen Generation verfügen über geringere Nebenwirkungen und werden von den Patientinnen und Patienten in der Regel gut vertragen. Wenn unangenehme und hemmende Begleiterscheinungen auftreten, sollen Lösungen zusammen mit dem behandelnden Facharzt gesucht werden, um die Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen. Von einer Unterbrechung oder gar einem Absetzen der medikamentösen Behandlung raten Fachkreise entschieden ab. Diese ist meistens kontraproduktiv und kann ein Gesundheitsrisiko darstellen.


Das Leben mit Schizophrenie

Familienmitglieder von an Schizophrenie erkrankten Menschen merken zwar bald, wenn mit ihrem Angehörigen ?etwas? nicht stimmt, doch oft wird dieses ?etwas? mit einer momentanen Krise, einer Sinneswandlung oder gar mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht. Es können Jahre vergehen, bis die zuweilen schwer faßbare Krankheit Schizophrenie diagnostiziert werden kann. Für den Schizophrenen hingegen kann die Krankheit ?wie aus heiterem Himmel? über ihn hereinbrechen. Die erfahrenen Störungen im Denken und Fühlen, im Erleben der eigenen Person und des Umfeldes können einen Menschen nach und nach aus dem gewohnten Lebensrhythmus werfen. Verlust der Arbeitsstelle; plötzlicher Abbruch des Studiums; Auseinandersetzungen und möglicherweise mangelndes Verständnis in der Familie; Trennung von Freunden, Lebenspartnern und Verwandten.
Isolation und Einsamkeit sind nicht selten die Folgen. Es ist daher besonders wichtig, Schizophrenie vorurteilslos, ohne Schuldzuweisung und wertfrei als Krankheit zu verstehen und zu akzeptieren. Akzeptanz ist der erste Schritts zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Folgen der Krankheit. Dies betrifft den Schizophrenen ebenso wie dessen näheres soziales Umfeld.


Schuldgefühle und Schuldzuweisung

Gerade bei psychisch auffälligem Verhalten einer Person sind Angst und mangelndes Verständnis dominante Gefühle. Während bei anderen Krankheiten, wie z.B. Krebs, dem direkt Betroffenen viel Verständnis entgegengebracht wird, ist die Haltung gegenüber psychisch Erkrankten oft distanziert und abweisend. Schizophrenie ist eine Krankheit, die heute wirksam behandelt werden kann und weder durch Erziehung noch aus eigener Schuld provoziert wird. Schuldgefühle und Schuldzuweisungen sind deshalb fehl am Platz.


[Editiert am 28/3/2004 von wolfgang]
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wolfgang  
Gast
« Antworten #1 am: 28. März 2004, 13:10:23 »

Hallo,
gerade bei den Symptome kann es zu Paralelen zu ander Krankheiten kommen. Ich bitte die Leser hier mit Selbstdiagnosen zu kommen. Eine Psychose kann nur ein Psychiater feststellen.

Daneben gibt es natürlich auch noch andere Formen der Psychosen. Schwerste Depressionen sind auch Psychosen, allerdings ohne Wahnvorstellungen.

Auslöser von Psychosen sind sehr oft die Einnahme von Drogen, aber auch Stoffwechselerkrankungen und wie bei mir Streß.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Caro
Gast
« Antworten #2 am: 29. März 2004, 19:30:55 »

Hallo Wolfgang,

vor kurzem war auf Arte auch ein Themenabend über Schizophrenie, das war wirklich gut gemacht, auch nicht so angsteinflößend und dramatisch... die Menschen waren mir alle ziemlich symphatisch.

Übrigens fand ich es schade, dass Du auf meine letzte PN nicht mehr geantwortet hast, habe gerade auf Deine Meinung immer viel wert gelegt, aber war Dir sicher zu viel, was ich auch verstehe... sorry deswegen, habe das auch inzwischen klären können.

Gruß,
Caro
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #3 am: 29. März 2004, 20:54:25 »

Hallo Caro,
tut mir sehr leid, aber ich habe von Dir keine PN gefunden. Zu viel wird mir so schnell nichts, wenn dann sage ich das. Aber schön, dass Du es schon klären konntest.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Nadja111170  
Gast
« Antworten #4 am: 29. März 2004, 21:15:04 »

Hallo,

könnt ihr mir was über Risperdal sagen ??

Soll bei ADHS zum steuern der Impulsivität und Agression eingestzt werden.
Habe Angst das einem Kind zu geben.
Frage hier weil es ein medi bei Schizophrenie ist
Gruss nadja

[Editiert am 29/3/2004 von Nadja111170]
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #5 am: 29. März 2004, 22:09:28 »

Hallo Nadja,
Rispertal wird bei allen Psychosen und bei Depressionen eingesetzt. Es ist ein neueres Medikament. Leider gibt es keine Studien über die Wirkung an Kindern.
Es ist schwer was dazu zu sagen. Leider Gottes können die Ärzte nur testen, in meinen Augen sind sie dabei Versuchskaninchen.
Ich gehe allerdings davon aus, das ein verantwortungsvoller Arzt das Medikament langsam einschleichen wird.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Sthy
Gast
« Antworten #6 am: 11. Juli 2004, 23:55:49 »

Die Aussage ,die sie am Anfang machen,dass man keine eigene Diagnose stellen darf bzw.kann ist richtig und relevant,ich neige dazu,dass ich mich dazu hinreißen lasse.Mir wurden allmöglichen Krankheiten zugeschrieben.erst Angststörung klassisch und mit  depressiver Entwicklung,schwere Deprewssion mit Suizidalität ,danach war ich affektiv Schizophren,abschließend hat man sich auf Konversionsstörung geeinigt,da kein Neuroleptika anschlug,selbst Solian in einer Dosierung von 800-1200Mg nicht.Dennoch habe ich sorge,irgendetwas in Richtung einer Schizophrenie haben zu können.Obwohl ich keinerlei Wahnnehmungsstörungungen oder Paranoia mehr habe,dennoch habe ich Angst da die Grenzen zwischen den Krankheiten scheinbar manchmal so schwimmend sind,dass man die Krankheit mal hier und mal da zuordnen kann.Können sie mir dazu vielleicht einen Rat geben,wäre super nett.
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wolfgang  
Gast
« Antworten #7 am: 12. Juli 2004, 05:30:49 »

Hallo Sthy,
im Laufe der Jahre hatte ich fünf verschiedene Diagnosen. Natürlich habe ich mich am Anfang immer sehr aufgeregt und in der Literatur gelesen, was hast du jetzt wieder.

Ich möchte es mal so formulieren, gerade weil die Übergänge fließend sind. Jemand der eine Kur oder eine EU-Rente oder einen Schwerbehinderten-Ausweis haben möchte, bekommt in aller Regel eine etwas härtere Dignose gestellt, als jemand, der dies nicht braucht.

Viele von uns bewerten diese Diagnosen total über und machen sich verrückt. Nicht die Diagnose ist so wichtig, sondern der Weg aus der Krankheit heraus ist wichtig.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Sthy
Gast
« Antworten #8 am: 16. Juli 2004, 23:19:56 »

Hallo Wolfgang,danke für das Feedback,da haben sie Recht im Endeffekt ist es egal wie die Erkrankung heißt,man darf sich auch durch keine Diagnose entmutigen lassen.Dennoch ist es nach wie vor so,das in der Gesellschaft Menschen  die eine Schizophrenie haben,wegen dieser ganzen Psycho Thriller,in eine Schublade gesteckt werden,die nicht so schön ist.Diese Clichees sind ja meistens falsch und doch sehr verbreitet.So traurig wie es ist.Leute die wirklich nur psychisch Kranke Menschen aus Filmen oder irgendwelchen Schauermärchen  kennen,haben teilweise auch Angst vor einem.Hauptsache ist und bleibt,das man mit seiner Erkrankung leben lernt,da haben sie Recht.Ich denke nichts oder ganz wenige Erkrankungen psychischer Natur sind unheilbar.Man muss halt nur den Umgang damit lernen und daran arbeiten möglichst normal leben zu können,denke ich.
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wolfgang  
Gast
« Antworten #9 am: 17. Juli 2004, 09:57:20 »

Hallo Sthy,
nur den Umgang lernen ist gut. Bei Psychosen muss man nicht den Umgang lernen, sondern, man muss lernen erst gar nicht in die Psychose zu rutschen.

Psychosen werden sehr oft durch Drogen ausgelöst. Frauen und auch Männer rutschen sehr oft durch Mißbrauch in die Psychose.

Bei mir war es Streß, der mich psychotisch machte. Nicht der Umgang mit der Krankheit, sondern das herausfinden der Ursache ist der Knackpunkt.. Wenn du die Ursache kennst, weißt du noch lange nicht, ob du was ändern kannst oder willst.

Ich habe nie zu denen gehört, die sich von ihrem Psychiater einreden lassen, es handele sich um eine Stoffwechselkrankheit im Gehirn. Ich wollte bei mir die Ursachen wissen und habe sie auch in der Therapie heraus gefunden.
Ich hatte oft in meinem Leben Grenzen überschritten und das war nicht gut.

Ich glaube, dass Alkoholiker in unserer Gesellschaft noch blöder angemacht werden wie Psychotiker. Oder Menschen die unter Binge Eating leiden werden oft diskriminiert.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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hope  
Gast
« Antworten #10 am: 02. Januar 2005, 22:24:08 »

ja ok, darüber weiß ich nicht bescheid. Wie viele Menschen mit Problemen dazu bereit sind sich der öffentlichkeit zu stellen. Ich persönlich könnte es garnicht, einfach weil ich nicht genug über meine Krankheit weiß, was ja meine eigene Schuld ist, und außerdem hätte ich zuviel Angst ins Fernsehen oder Radio zu gehen. Ob ich jetzt krank bin oder nicht.
Aber kann es nicht auch sein, das durch die ganzen Schubladen in die man gesteckt wird, durch z.b. diese Filme in denen man hingestellt wird als wer man sonst was für ein Verbrecher, sich erst garkeiner traut. Also ich meine man könnte auch in ausgedachten Filmen dieses Thema einmal richtig Dastellen. Ich weiß nicht, vieleicht sehe ich das ja auch falsch. Vieleicht stechen mir halt diese Sachen einfach nur besonders ins Auge?
Und wenn man sich einen Aufklährungsbericht über diese Krankheiten ohne Betroffenenbericht vorstellt, geht das auch irgendwie nicht.
Ich denke aber trotzdem das man mehr tun könnte als getan wird.

lg
hope    

[Editiert am 2/1/2005 von hope]
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hope  
Gast
« Antworten #11 am: 02. Januar 2005, 21:18:36 »

Hallo Wolfgang,

meinst du das eine Psychose nur dann ausbrechen kann wenn irgendeine Art der überbelastung besteht? Wie ist es z.b. wenn dein ganzes Leben schiefgelaufen ist, vom Elternhaus bis zum ersten Freund. Es ist nie etwas passiert, klar wenn man zurückblickt sieht man schon das man ein Psychisch wie auch Physisches Wrack war aber eine Psychose? Dann fängt man an zu kiffen, über Jahre, nichts -außer der weitere verfall- passiert. Und dann, mit einem mal ist sie da.
Irgendwie sehe ich gerade das da schon irgendwie eine Überbelastung vorliegt, Aber was war jetzt der Grund für diesen ganzen Scheiß? Die Droge oder das Leben? Wann hat die Psychose begonnen?

ach sch... sorry für den Mist ich weiß auch nicht mehr was ich jetzt genau wollte.

hope
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wolfgang  
Gast
« Antworten #12 am: 02. Januar 2005, 21:59:26 »

Hallo Hope,
die Anlage zu einer Psychose steckt in jedem Menschen, egal ob es sich um ein Naturvolk oder um einen sogenannten zivilisierten Menschen handelt.

Meine erste Psychose hatte ich mit 38 Jahren. Vorher war nie eine seelische Krankheit aufgetreten.
Bei mir war es totale Überlastung, die mich in die Psychose trieb.
Es mag auch noch andere Auslöser geben. Sehr oft sind dies auch noch Drogen. Das war jedoch bei mir nicht der Fall.

Ich stimme dir nicht zu wenn du schreibst, dass in den Medien zu wenig über seelische Krankheiten berichtet wird. Sehr oft ist es den Sendern kaum möglich, Menschen zu finden, die in aller Öffentlichkeit über ihre Krankheit berichten. Ich habe hier selbst schon erlebt, dass Redakteure niedergemacht wurden, die zu bestimmten Themen Teilnehmer gesucht haben.

Wenn ich selbst ein Problem damit habe öffentlich zu einer Krankheit zu stehen, kann ich die Gesellschaft nicht dafür verantwortlich machen.

In den vergangenen drei Jahren war ich zum Thema Angst zweimal im Fernsehen und im Radio zu einer Reportage. Dazu existiert eine ganze Seite in der Rhein-Zeitung über mich zum Thema Angst.
Ich mache mir da nichts draus. Mir ist auch noch nie jemand wegen meiner Erkrankung dumm gekommen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Mieke
Gast
« Antworten #13 am: 27. August 2004, 20:55:35 »

Hallo Wolfgang,

ich würde gerne etwas über mich schreiben, was mich sehr beschäftigt.
Mein Therapeut sagte, es könnte geschehen, dass das, was ich jetzt empfinde in eine schizophrene Episode übergeht, wenn ich jetzt keine Medikamente nehme.
Bei mir ist u.a. eine selbstunsichere und abhängige Persönlichkeitstörung diagnostiziert worden, mit der ich bisher ja sehr gut leben konnte.
Außerdem habe ich diverse Ängste und auch depressive Phasen.
Ich denke im Moment sehr oft an Selbstmord und hatte auch Phasen, wo ich dachte, ich muss andere umbringen oder jemand aus meiner Familie würde mich töten wollen.
Das war sehr erschreckend, den vorher habe ich noch nie an so etwas gedacht.
Ich habe auch einmal geglaubt Stimmen zu hören und hatte einmal eine Halluzination, in der ich mein Gesicht verzerrt wahrgenommen habe und meinen Körper nicht mehr spüren konnte.
Ich hatte auch mal Panikattacken und den Drang mich da töten zu wollen.
Außerdem bin ich ziemlich ängstlich, weil ich immer denke, dass mich jemand bestehlen will, wenn ich in der Stadt bin oder in einer Warteschlange stehe...
Manchmal geht es mir besser, aber diese Phase geht immer hin und her. ich denke schon ich habe manisch depressive Phasen, wobei die Manie nicht so groß ist. Vielleicht sind es dann doch eher normale Tiefphasen.
Ich muss nächste Woche zum Psychiater, denn er sollte mir Tabletten verschreiben. Gerade fühle ich mich aber gut. Was soll der mir verschreiben? Was fragt er mich? Will er alles wissen, was mein Therapeut auch weiß? Bei all den Nebenwirkungen von Medikamenten, macht der Psychiater irgendwelche Tests? Ich meine, woher soll ich wissen, ob ich nicht ein schlechtes Blutbild habe, so dass ich bestimmte Medikamente nicht nehmen sollte?
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wolfgang  
Gast
« Antworten #14 am: 27. August 2004, 21:23:04 »

Hallo Mieke,
wenn du meinen ernst gemeinten Rat befolgen möchtest, geh in eine Klinik. Ich bin mir nicht sicher, ob man Suizidgedanken ambulant in den Griff bekommt. Ich habe es jedenfalls immer so gehandhabt.

Der Psychiater macht keine Tests mit Dir, sondern er wird Dich auf Grund Deiner Anworten auf seine Fragen beurteilen. Wenn du wirkich am Rand einer Psychose bist, kann ich Dir leider auch nicht sagen, wie man dies ohne Neuroleptika hinbekommen soll. Meine letzte Episode ist knapp drei Jahre her. Ich nehme heute noch Seroquel 200 und habe keine Nebenwirkungen.

Dies alles muss leider Gottes aber jeder für sich entscheiden.  

Wie sieht es bei Dir mit dem Schlafen aus??

Blutuntersuchungen kannst du Dir jeder Zeit machen lassen, falls du Dich doch für ein Medikament entscheidest.

Frag nach, wenn ich nicht alles beantwortet habe!

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Mieke
Gast
« Antworten #15 am: 27. August 2004, 22:00:25 »

Hallo Wolfgang,

schön, so schnell von Dir zu hören.

Gerade geht es mir nicht so toll...ich glaube am Abend ist das immer schlimmer. Ich habe gerade so eine Art Druckgefühl in mir, ganz schrecklich.
Kann es am Abend schlimmer sein?
Ich versuche mich schon abzulenken, aber es geling mir gar nicht. Vielleicht sollte ich besser nicht vor dem PC sitzen.
Die letzten Nächte waren besonders schlimm, da ich oft aufgewacht bin.
ich verarbeite gerade mein ganzes Leben in meinen Träumen. Einmal denke ich, dass ich wach wurde, wusste aber nicht, ob ich überhaupt schon geschlafen hatte. ich versuche ganz lange wachzubleiben, bis mein  Körper so müde ist, dass ich schnell einschlafen kann.
Kann man denn durch ein Medi die  Zwangsgedanken nicht ambulant in den Griff kriegen? ich will mir ja gar nichts tun und wenn es mir gut geht, verschwende ich auch keinen Gedanken daran. Ich bin echt total verzweifelt. Ich traue mich nicht in eine Klinik. Sch...es wird schlimmer, ich muss aufhören, der Druck ist so stark in mir...
Mieke
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wolfgang  
Gast
« Antworten #16 am: 28. August 2004, 06:41:27 »

Hallo Mieke,
was meinst du für einen Druck?

Natürlich kann man Zwangsgedanken mit Medikamenten behandeln und auch in den Griff bekommen. Ich habe früher Taxilan genommen, was mir dabei sehr geholfen hat.

Nur, nachdem was du alles geschrieben hast, habe ich schon bedenken. Das wichtigste für Dich ist der Schlaf, damit du nicht in eine Psychose rutschen tust.
Kritisch wird es auch, wenn du wieder Stimmen hörst!

Melde Dich bitte ruhig hier, wenn sich was positiv oder negativ verändert.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
Mieke
Gast
« Antworten #17 am: 29. August 2004, 02:33:21 »

Hallo Wolfgang,

gerade ist es extrem...es ist aber auch mitten in der Nacht und ich sollte besser schlafen.

Der Druck, als wenn jemand meinen Kopf mit Gewalt am Hals von hinten nach vorne drückt und ich dagegen halte.

Oh je, ich höre besser auf...muss mich ablegen
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #18 am: 03. Januar 2005, 06:46:50 »

Hallo Hope,
natürlich hast du recht, wenn du schreibst, dass mehr getan werden könnte. Richtig ist auch, dass es Medien gibt, die alles hochspielen, wenn auch nur der Hauch von Psychiatrie im Spiel ist.
Es gibt weiß Gott genug Beispiele von Diskriminierungen. Leider sind in jedem Bundesland zu wenige, die den Mut haben öffentlich zu unserer Erkrankung zu stehen.
Trotzdem glaube ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Woran ich mich nie gewöhnen werde ist, dass sich Menschen schämen, weil sie psychisch krank sind. Dies ist keine gute Voraussetzung für den Heilungsprozeß.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
hope  
Gast
« Antworten #19 am: 03. Januar 2005, 22:41:48 »

Hallo Wolfgang

Ich finde auch das man sich nicht schämen braucht für eine Krankheit. Allerdings kann ich mich nicht dagegen weren das mir viele Sachen im nachhinein sehr peinlich sind die ich in meiner "heißen Phase" gesagt und getan habe. Aber das ist gennerel ein Problem von mir. Ich traue mich manchesmal garnicht unter Leute, weil ich Angst habe etwas falsch zu verstehen oder mich in irgendwelchen Situationen falsch zu verhalten. Ich rede mich oft nach solchen Situationen um Kopf und Kragen um mein vermeindliches Fehlverhalten zu endschuldigen. Meistens wissen diese Leute garnicht mehr worum es eigentlich geht und so ist es hinterher noch peinlicher... Kann das eigentlich auch von der Psychose kommen? Das ich oft auch nicht mehr einschätzen kann ob meine Gedanken und Wahrnehmungen richtig oder falsch sind? Ob situationen nun an mir liegen oder nicht, das ich alles in Frage stelle und anzweifele was ich denke aber auch was andere sagen... sone Sachen halt. Weißt du was man dagegen machen kann?

Viele Grüße
hope  

[Editiert am 3/1/2005 von hope]
Gespeichert
Peter
Gast
« Antworten #20 am: 03. Februar 2005, 00:35:09 »

Hallo,

Für ein paar Ratschläge wäre ich dankbar.
Es geht um unseren 16 Jährigen  Sohn .
Seit 6 Wochen ist  er  in der Kinder und Jugend Psychiatrie
auf einer geschlossener Station mit einer Psychose.
Angefangen hat das ganze vor ca. 6 Monaten.
Die  Schuhle wurde zum Problem  ,  er wurde aggressiv.
Nach kurzem kamen  Selbstgespräche .
Habe mich ans Telefon gesetzt und alle Psychiater in der Gegend
angerufen und versucht einen Termin zu bekommen .
Vergebungslos, Wartenzeiten 5-12 Wochen .
Bin dann zum Hausarzt gegengen und ihm das  ganze geschildert.
Er hat ihm  Aponal 10 verschrieben und eine Überweisung zum
Psychiater. Nach 4 Wochen haben wir dann endlich  den ersten Termin
 bekommen.
Nach einem kurzen Gespräch hat der Psychiater dann die Dosis auf 25 mg erhöht  .
Auch nach 4 Wochen und meheren Terminen hat das ganze nichts gebracht .
Mit einer Überweisung zur KJP kamm er im Dezember in die geschlossene.
Das Aponal wurde langsam  abgesetzt , und
er bekam 3 x Täglich Risperdal , und Morgens und Abends
zusätslich Truxal .
Nach 2 Wochen  ging es ihm richtig gut , er hatte  gute Stimmung ,
war voll ansprechbar. Wir haben uns bis zum geht nicht mehr gefreut.
Die 3 Woche ging es nicht so gut, er bekamm  etwas schlechtere Laune ,
rief oft zu Hause an  un meinte das es ihm nicht gut geht ,
er fühlt sich eingesperrt  wird in der Klinik noch kranker und will nach hause.
Jetzt sind es schon 2 Wochen  wo man es deitlich merkt das sein Zustand
nicht gut ist und man sieht deutlich die Nebenwirkungen der Medikamente .
Verlnasamte Bewegungen , zittern der Hände, schlechte Stimmung usw.
Die letzte Woche hat er keinen Appetit  gehabt  und kaum was gegessen.
Den behandelnden Arzt zu erreichen ist nicht so einfach .
A Montag habe ich es dann endlich geschaft und wollte einen Termin
vereinbaren um das zu besprechen .
Darauf bekamm ich die Antwort das es keinen Grund für einen Termin giebt .
Wir sollten alles mit dem Psychologe besprechen .
Ich habe keine guten Eindrück von der Klinik, am Anfang verschwanden
jede Menge seiner Sachen .
Aber was soll ich tuhen ? man hat keine Wahl.
Habe versucht bei anderen Kliniken anzurufen , gebracht hat das leider  nichts.
Einzige Antwort das die alle überbelegt sind und da wo er ist
die Klinik ist für unser Gebiet zuständig.
Ich bin total verzweifelt und weis nicht weiter.
Vielleicht sehe ich das ganze zu  schlim  und 5 Wochen Medikamente
ist noch zu früh für eine deutliche Besserung ?


Peter
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #21 am: 03. Februar 2005, 08:39:45 »

Hallo Peter,
die Kinder-und Jugendpsychiatrie ist leider das Sorgenkind in der Psychiatrie. Leider sind Deine Beobachtungen richtig.
Ich habe leider nur nach Bad Neuenahr Beziehungen. Ich neheme an, dass Dein Sohn in der Schule sehr unterfordert oder überfordert ist.
Warum er seit 6 Wochjen in der Geschlossenen sitzt kann ich nicht nachvollziehen, es sei denn er ist Suizid-gefährdet.

Das Risperdal kenne ich von mir selbst. Die einzige Nebenwirkung bei mir war, dass mein Sexual Verhalten gleich null war. Das Problem ist, dass alle diese Medikamente nicht  an Jugendlichen erforscht sind.

Wenn du mit dem behandelnden Arzt nicht weiter kommst mach einen Termin mit dem zuständigen Oberarzt oder sogar mit dem Chefarzt. Die müssen Dir Auskunft geben.

Melde Dich, wenn du weitere Fragen hast.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
Tahina  
Gast
« Antworten #22 am: 12. März 2005, 19:21:56 »

Hallo Wolfgang,
beschäftige mich gerade aus beruflichen Gründen mit der Thematik und habe dazu Fragen; vielleicht kannst Du mir weiterhelfen.
 Und zwar hat mir jemand erzählt, dass er aufgrund "zu starkem Feiern in eine Schizophrenie hineingerutscht sei. Seit seinem letzten Anfall vor rund 1 Jahr sei er -ausschließlich - in medikamentöser Behandlung (benannt hat er das Medikament nicht). Den letzten Kontakt zu seinem Psychiater habe er vor 6 Monaten gehabt; er habe seine Medikamente für ein halbes Jahr erhalten und wird nun demnächst erst wieder dorthin gehen. Er sagte, dass es durchaus sein könne, dass der Psychiater ihm dann sage, er sei wieder gesund und die medikamentöse Behandlung könne wieder abgesetzt werden.
 Das ist für mich nicht nachvollziehbar, weil es mir nicht realistisch erscheint. Vielleicht habe ich da aber nur  eine falsche Vorstellung und kann mich nicht wirklich hineinversetzen. Deshalb wende ich mich an Dich.
 Mir kommt bei der Sache spanisch vor, dass ein Psychiater nach 6 Monaten ohne Kontakt erkennen kann, ob jemand wieder gesund ist. Ferner denke ich mir, dass gerade zur Vermeidung eines Rückfalls zumindest eine stufenweise Minderung der Dosis sinnvoll wäre. Desweiteren kann ich mir gar nicht vorstellen, dass man nicht selbst spürt, wie weit man im Genesungsprozess steht; gut, die Medikamente wirken ja noch immer, insofern ist das "Selbstbild" dann vielleicht auch verschoben; aber trotzdem wird man doch sicher Veränderungen an sich wahrnehmen!??
 Wie schätzt Du das ein, kannst Du mir da noch Tips geben?

Danke und Liebe Grüße,
Tahina
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wolfgang  
Gast
« Antworten #23 am: 12. März 2005, 19:58:17 »

Hallo Tahina,
daß jemand durch feiern psychotisch wird habe ich noch nicht gehört. Es sei denn er hat Rauschgift genommen. Dass ein Psychiater nach einem halben Jahr meint, der Patient sei gesund, kann ich auch nicht nachvollziehen.
Meine Psychaterin sprach bei mir von fünf Jahren. Eine Garantie habe ich allerdings dafür nicht.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
Tahina  
Gast
« Antworten #24 am: 13. März 2005, 08:48:41 »

Merci.
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