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klumpf
Gast
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« am: 04. Januar 2005, 19:48:07 » |
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Hallo
ich weiss nicht was ich hab, aber das es irgendeine störung ist ist mir klar.
Ich bin extrem lärmempfindlich. Habe ein paar Jahre in einer Art Lärmhölle gelebt, aber dort keine psychischen ausfälle gehabt. Nun bin ich umgezogen und es ist zwar hier auch laut (verkehr, kinder) aber es ist im bereich des "normalen". Das bestätigen mir jedenfalls Freunde sie zu Besuch sind.
Ich finde es aber unerträglich, habe schwere depressionen sowie herzrasen und schwerste beklemmungen bei jedem auto das vorbeifährt. Ich bin nun zu allem überfluß auch noch arbeitslos und häng den ganzen tag zu Hause rum, ohne ohrstöpsel ertrag ich das gar nicht.
Freunde sind zunehmend besorgt und sagen ich habe etwas psychisches. Das ist mir auch klar, aber was soll ich tun ? Umziehen ist wohl nicht die Lösung, oder ?
grüße, klumpf
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darkmoon
Gast
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« Antworten #1 am: 04. Januar 2005, 22:21:18 » |
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Hallo Klumpf,
wenn es mir sehr schlecht geht und ich psychisch überlastet bin, bin ich auch sehr lärmempfindlich. Mein Therapeut meint das wäre typisch bei Überlastungen. Nun gut er hat gut reden, also ich habe mir angewöhnt, das Radio laufen zu lassen, auch im Bad, das hilft mir die Nebengeräusche zu überhören, weil ich mich auf das Radio konzentriere.
Also, ich fänd es gut, wenn Du mal zu einem Arzt gehen würdest, damit Du was bekommst, womit Deine angeschlagenen Nerven zur Ruhe kommen. Ich weiß, wie belastend das ist. Sehr wahrscheinlich ist es bei Dir auch psychisch. Hast Du mal überlegt eine Therapie zu machen?
Alles Gute,
darkmoon
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klumpf
Gast
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« Antworten #2 am: 10. Januar 2005, 10:25:04 » |
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Hallo darkmoon,
Danke für die Antwort. Ich habe schon hunderte Depri-Foren abgeklappert und gegoogelt, aber noch nie etwas zu Lärmneurosen (oder sowas) gefunden. Komme mir ziemlich allein vor...
Wenn Dein Therapeut meint das wäre normal gibt ja evtl. wirklich eine Lösung jenseits von Oropax und Radio lautstellen. Ich habe das Gefühl, das das ein wegrennen ist, und es auf dauer noch schlimmer wird. Ich weiß das meine Nerven total blank liegen.
Ich glaube was ich wirklich brauche ist RUHE, nicht nur Geräuschmässig und meine Psyche drückt es so aus. Ich fühle mich eingeengt von den menschen, der Bürokratie und auch von mir selbst. Ich habe sehr empfindsame Sinne und zu lange in der Großstadt gelebt, glaube ich.
Wie geht so eine Therapie ? An wen wendet man sich ? Hilft es Dir ?
Liebe Grüße, klumpf
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wolfgang
Gast
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« Antworten #3 am: 10. Januar 2005, 10:47:59 » |
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Hallo Klumpf, wahrscheinlich leidest du an einer Reizüberflutung. Die Ursachen dafür wird nur ein Therapeut oder Arzt herausfinden können. Diese Überflutungen sind in unserer Zeit nichts seltenes.
Herzliche Grüße Wolfgang
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darkmoon
Gast
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« Antworten #4 am: 10. Januar 2005, 12:32:46 » |
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Hallo Klumpf,
an dem Symptom selbst, kann man nur schwer arbeiten, da es eine Begleiterscheinung von anderen psychischen Problemen ist. Daher ist es angebracht, diese anzugehen.
Wie geht es Dir denn sonst, abgesehen von der Geräuschempfindlichkeit?
Hast Du schon mal Entspannungsübungen gemacht? Die könnten Dir wahrscheinlich helfen.
Also, ich habe die Überempfindlichkeit nur dann, wenn ich psychisch überlastet bin. Ich habe eine posttraumatische Belastungsstörung.
Da ich nicht weiß, in wiefern Du evtl. noch psychische Probleme hast, ist es schwer einer Therapieform zu raten. Ich selber mache Verhaltenstherapie, nachdem ich andere Formen ausprobiert habe, halte ich dies für das einzig Wahre. Mir hilft die Therapie sehr
Ich sorge für Entspannung indem ich mich aufs Sofa lege und mir ein Hörbuch reinziehe, das hilft mir sehr.
Du meinst es wär ein Gefühl des wegrennens. Wovor rennst Du denn weg?
Ich habe meine Therapeuten immer aus den gelben Seiten gesucht, sie mir angesehen und abgecheckt ob sie die richtigen sind. Aber jeder gute Arzt kann Dir da Adressen nennen. Warst Du mal beim Neurologen/Psychiater? Denn es ist jetzt wirklich sehr wichtig, daß Du endlich zur Ruhe kommst!
Schreib doch bitte weiter, wie es Dir geht, es interessiert mich sehr, weil ich diese Gefühle sehr gut kenne.
Ich werde mal meinen Therapeuten am nächsten Donnerstag fragen, was man in einem solch konkreten Fall wie Deinen tun kann.
Weiterhin wünsche ich Dir von Herzen alles Gute
darkmoon
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Alue
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« Antworten #5 am: 10. Januar 2005, 18:28:05 » |
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Hallo Klumpf,
Du kannst Dir bei Deiner Krankenkasse eine Liste mit Therapeuten abholen. Die Therapie selbst wird von der Kasse getragen. Du hast die Möglichkeit, ein Erstgespräch zu führen und fünf weitere Termine, um den Therapeuten kennenzulernen, erst dann muss eine Therapie bei der Kasse beantragt werden, aber das macht sowieso der Therapeut. Du kannst Dir ruhig parallel bei mehreren Therapeuten Termine besorgen. Falls Du Dir aus den "gelben Seiten" oder aus dem Telefonbuch jemanden heraussuchst, achte darauf, dass es ein "Psychotherapeut" ist, diese Bezeichnung ist geschützt.
Gruß Alue
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Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert." Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
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Phoenixchen
Gast
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« Antworten #6 am: 10. Januar 2005, 18:29:49 » |
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Hallo Klumpf,
vielleicht leidest du unter Hyperakusis (= Lärmüberempfindlichkeit). Frag mal deinen Arzt oder recherchier im Internet. Ich habe von einem Kinofilm gehört, im den eine der Hauptdarstellerinnen darunter leidet (leider weiß ich den Titel nicht mehr).
Gruß P.
[Editiert am 10/1/2005 von Phoenixchen]
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klumpf
Gast
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« Antworten #7 am: 11. Januar 2005, 11:28:28 » |
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Danke für die Antworten. Nun fühl ich mich nicht mehr ganz so allein...
@darkmoon ich würd mich total freuen wenn Du mal den Therapeuten fragst
Zu meinem sonstigen Befinden: Vom naturell her bin ich "eigentlich" ausgeglichen. Ich habe eine schöne Kindheit gehabt und auch sonst keine traumatischen Dinge erlebt. Ein bischen feinfühlig und melancholisch war ich allerdings schon immer. Mit dem erwachsenwerden kamen die probleme. Ich konnte und kann mich in diese welt nicht einfinden. Ich sehe in vielen Dingen keinen Sinn. Ich bin jetzt 30. Mehr und mehr fühle ich mich eingeengt und abgestossen von der gesellschaft. Bei mir war es wohl der jähe wechsel von landleben in den industrievorort und gleichzeitig von der schule in die lehre der mich aus der bahn geworfen hat. Ich muss dazu sagen, das ich auch viel pech hatte, indem ich generell laute nachbarn hatte, baustellen magisch anziehe und im job viel zu kämpfen hatte. Egal wo ich hinziehe ertönt gleich das Duett der Bagger und Kreissägen auch wenn es noch so ausgeschlossen schien.
Seitdem zeigt mir meine seele ihre unzufriedenheit und seit anfang des jahres habe ich mit einer schweren depression zu kämpfen. Das leben erscheint mir zäh wie kaugummi, und ich hänge mehr und mehr im "früher". Was soll ich es auch zum 100. mal versuchen mich aufzuraffen ? Es hagelt absagen und draussen da erfreut mich ein bagger.
Ich weiss es gibt so phasen im leben aber es ist schwer eine solche phase nebst neurose nebst mutlosigkeit zu überwinden.
Ich bin Anfang des jahres voll durchgeknallt. Habe geschrien und geheult und mir alles mögliche an den kopf gehaun damit ich sterbe oder was weiss ich. Ich war völlig verzweifelt. Ich habe 5 Jahre direkt an einer großbaustelle gelebt. Da kurzarbeit angesagt war habe ich viel daheim gesessen. Ab 8 kamen die bagger und rückten um 18 uhr wieder ab. Nachts hörte ich die nachbarn agieren weil die wände wie papper waren. Bei der arbeit war gegenüber ein hochhausbau. Irgendwann als man ankündigte ein neues Haus direkt gegenüber der wohnung zu bauen und bei der firma die entlassung kam, habe ich meine sachen gepackt und bin in eine sehr ländliche gegend gezogen. Eine woche nach dem Umzug stellte sich heraus das hier auf dem feld eine neubausiedlung entstehen solle. Die Bagger rückten an.
An dem Tag dachte ich, es hat alles keinen sinn mehr. Kein geld mehr um nochmal umzuziehen, keinen job, ganz allein in einer völlig fremden umgebung. Da wurde die welt schwarz.
Mittlerweile geht es wieder. Ich krebse so daher. Njaja
*seufz*
liebe grüsse klumpf
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darkmoon
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« Antworten #8 am: 13. Januar 2005, 12:15:35 » |
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Lieber Klumpf,
wie versprochen, hab ich eben meinen Thera gefragt, was mit Dir los sein könnte, bzw. wie Dir geholfen werden könnte. Er meinte, die Geräuschempfindlichkeit ist eine Somatisierung einer anderen psychischen Krankheit. Er hats noch konkreter ausgedrückt, aber ich will Dich jetzt nicht in eine Ecke stellen, in die Du vielleicht doch nicht gehörst. Aber er meinte, Verhaltenstherapie, wäre auch bei Dir angebracht, um aufzudecken, was bei Dir diese Hyperakusis auslöst.
Was Du sonst noch von Dir schreibst, macht mir große Sorgen um Dich. Dir ging es ja verdammt dreckig! Wie sieht es denn bei Dir aus, mit sozialen Kontakten, seit Du in einer Stadt lebst?
Ich denke, ein weiterer Umzug würde es auch nicht bringen, es wäre schön, wenn Du bereit wärst, Dir anzusehen, was da genau in Dir los ist. Auch das Du schwer depressiv bist, wie sieht das bei Dir aus? Kannst Du arbeiten gehen?
Mich würde Dein weiterer Verlauf sehr interessieren, auch weil es mir oft ähnlich wie Dir ergeht, auch das ich mich ausgestossen fühle von den Menschen.
Bis hierhin erstmal, wär schön, wenn Du wieder schreiben würdest!
Alles Gute
darkmoon
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klumpf
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« Antworten #9 am: 14. Januar 2005, 14:58:48 » |
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Hallo,
ich bin ja ganz gerüht von den Antworten. Finde ich richtig gut.
Ich glaube ich sehne mich oft nach netten Begegnungen, auch wenn ich oft so tue, als könne ich Menschen nicht leiden. Das ist halt eine Art Selbstschutz *seufz*.
Ich finde das Alue voll recht hat, das ich alles zu persönlich werte. Immer und überall werte ich alles als persönlichen Angriff. Das ich auch oft Fehler mache oder etwas provoziere übersehe ich des öfteren. Meint jedenfalls mein Mann und auch meine Eltern. Aber ich fühle mich aufgrund meiner Größe auch oft benachteiligt. Jeder andere mensch um die 150 cm wird das nachempfinden konnen :-) Misserfolge im einzelnen nehme ich persönlich. klar. Allerdings hatte ich noch nie so viel davon. Also so Prüfungsmässig bin ich imemr mit wenig Aufwand durchgekommen. Ich kann auch durchaus wenn etwas nicht klappt das ganze so drehen das ich sage :"es wird schon seinen sinn haben" oder halt das als chance nehmen einen neuen Weg zu gehen.
Viel schlimmer ist, das ich meine lebensplanung als gründlichen mißerfolg ansehe. Mir gehts ja nicht gut. die karriere die ich hatte hab ich hingeworfen. ich fühle mich nutzlos, dümpele so daher im leben, fasse viel an und lasse es wieder fallen. ich suche noch nach "dem weg".
Ich denke, das eine posttraumatische belastungsstörung von der Belastung abhängt die man erlitten hat. Die Lärmbelästigung unter der ich stand war enorm. Ich habe teilweise Bulimie davon gehabt weil ich das irgendwie wieder "loswerden" wollte, den ganzen Tag die Kreissägen und bagger direkt vor dem haus. 2 Jahre lang ohne Unterbrechung.
Das mit dem Therapeut ist eine gute Idee. Ich werde das machen. Ich habe auch keine Angst davor über meine Probleme zu sprechen. Viel mehr Angst habe ich davor, in meinem Inneren Dinge zu finden, die tief vergraben sind. Irgendwas ist da, sonst hätte ich glaube ich keine Angst davor. Manchmal denke ich, ich bin auch einfach nur faul. Ich habe überhaupt keine Selbstdisziplin. Sonst hätte ich bestimmt einen Job. Ich könnte auch die Wohnung mehr putzen oder so. Allerdings bin ich ja auch nicht unordentlich. Ich könnte auch die Zeit nutzen um zu studieren. Ich werfe mir innerlich oft viel vor.
Schade Darkmoon, das Du eine schlechte Kindheit hattest. Ich hoffe, Dein Leben ist nun keine Hölle mehr.
Liebe Grüße, klumpf
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klumpf
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« Antworten #10 am: 13. Januar 2005, 16:00:21 » |
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Hallo Darkmoon,
vielen vielen Dank. Ich grübele ja schon seit Monaten was ich hab...aber ich komm nicht dahinter. Ich habe halt nie ein richtiges Traumaerlebnis gehabt, nur halt sehr sehr viele negative erfahrungen an einem stück gemacht.
Ich bin nun 5 x umgezogen und immer immer wieder im lärm gelandet, sogar wenn ich den vermieter sehr gut kannte und meint, es wäre superruhig und der ein paar wochen nach dem umzug erstaunt feststellte: oh, nun seit du hier wohnst reissen die tatsächlich direkt nebenan ein haus ein und bauen ein neues drauf.
es verfolgt mich und ich habe keinen mut mehr neu anzufangen. das schlimme. mein ganzes umfeld lacht und findet das urkomisch, "wie ich das anziehe" und meint dann "hey nimms locker". Wenn ich dann etwas von meinem inneren rauslasse sagen die gleich "ich spinne" und "sehe gespenster".
Das ist halt das Problem, das ich kein richtiges Trauma habe zum vorzeigen und verstanden werden. Und das macht es halt noch viel schlimmer. Ich bin auch noch klein und schmal, blond mit grossen blauen augen und irgendwie nimmt man mich oft eh nur für voll, wenn man bei mir seinen frust abladen will. Ich habe ständig zecken am hals die ihren frust förmlich in mich reinimpfen und mich macht das total fertig. Oft sag man "sag das und das" oder "wehr dich". Aber egal was ich tue, was ich sage, auch wenn ich diesen "kampf" oft gewinne (bin ja nicht doof oder so), dann tut es dennoch weh und ich schaue mir z.b. meinen grossen starken mann an, der ist kaum in sowas verwickelt. auch hier sagt man "ich ziehe sowas magisch an". Ich bin dem einfach müse. Ich kämpfe und murkse mich durchs Leben, und weil das immer so blöde kleinigleiten sind, habe ich auch nie das gefühl, etwas zu leisten.
Was hat denn dein therapeut genau gesagt ? Ich habe mich innerlich schon in so viele ecken gestellt, da kommt es auf die eine nicht mehr an. Momentan tippe ich auf posttraumatische BS gemischt mit ein wenig Soziophobie überbacken mit einer schicht leckerer depression.
Arbeiten würde ich so gerne. *seufz* Die letzetn Jahre habe ich mit einer arbeit verbracht, die an sich sehr gut war. Leider standen ständig Kündigungen ins haus, was mich mit der zeit total fertiggemacht hat. Ich wollte irgendwie neu anfangen. Als die Kündigung da war wollte ich dies zum Anlass nehmen neu durchzustarten. Bin also voller Mut umgezogen (diesmal klapp es) und hatte sehr viel Hoffnung. Hier sitze ich nun, starre dem langsam und laut wachsendem neubaugebiet seit etwas über 1 jahr ins gesicht, und finde auch noch keinen neuen job. Dabei hab ich superzeugnisse, einen perfekten lebenslauf und sehe auch noch nichtmal blöde aus. Mein arbeitsamt mann sagt, ich hätte eine der höchsten vorstellungsgespäch-quoten in seinem zuständigkeitsbereich. Aber absagen bekomme ich dann trotzdem.
Ich versuche trotzdem zu hoffen. aber das tut so weh. Hoffnung zu haben bedeutet auch auch angst vor der enntäuschung. Ich kann das nicht mehr. Soviel habe ich versucht. Immer neu beworben, immer neue Ideen gehabt.
Immer mehr lasse ich mich zurückfallen, gebe auf. Mein ganzes Hoffnungsrepertoire ist aufgebraucht. Ich kann weder wegziehen noch abe ich mut eine neue wohnung zu beziehen. Wenn das dann noch schlimmer wird dort habe ich angst was ich dann mache. Und das alles wegen sochen Kinkerlitzchen.
Ich habe einen tollen Mann, finde schnell Bekanntschaften und hatte eine schöne kindheit. Arbeitgeber finden mich klug und Männer schön. Ich begreif das alles nicht :-(
Wie ist denn Deine Geschichte ? Ich habe noch nie jemand kennengelert der sowas hat wie ich, nicht mal annähernd. Sorry das ich Dich so zutexte.
Liebe Grüße, klumpf
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darkmoon
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« Antworten #11 am: 14. Januar 2005, 09:51:13 » |
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Hallo Klumpf,
im großen und ganzen bin ich der gleichen Meinung wie Alue. Das Du profesionelle Hilfe brauchst, um Deinem Problem auf die Spur zu kommen. Alles andere ist Rätselraten, aber so kommen wir zu keiner Antwort.
Ja, mein Therapeut tippt auf eine verdeckte Posttraumatische Belastungsstörung bei Dir. Er kennt sich echt aus auf dem Gebiet, aber ich finde, Du solltest Dir einen Therapeuten suchen und unbefangen, soweit es eben geht, in die Therapie gehen.
Ich meinte nicht, das eine posttraumatischen Belastungsstörung die Ursache für Depressionen sind. Sondern, das mein Therapeut meint, daß die Geräuschempfindlichkeit, oft eine verdeckte posttraumatische Belastungsstörung ist.
Klumpf, Du textest mich nicht zu. Wenn es Dir hilft, schreib alles was Dir so auf der Seele liegt. Meine Kindheit war alles andere als schön, das war mir schon immer bewußt, mehr möchte ich dazu hier jetzt nicht schreiben. Nur soviel, es war die Hölle. Ich schreib, das weil Du gefragt hast.
Kannst Du Dir vorstellen, eine Therapie zu machen??? Ich denke, das es bei Dir notwendig ist, denn ich weiß, wie sehr diese Symptome an den Nerven zerren.
Von Herzen alles Gute
darkmoon
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Alue
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« Antworten #12 am: 13. Januar 2005, 21:50:56 » |
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Hallo Klumpf,
also wenn ich Deine Geschichte so lese, kristallisiert sich für mich das heraus: dass Du beruflich sehr viel Pech gehabt hast und dass sich genau das immer wieder mit Umzug und einer neuen lauten Umgebung verbunden hat. Deine Probleme verbindest du also mit Lärm, und da Du Deine Probleme eben nicht aushalten kannst, kannst Du den Lärm nicht aushalten. Der Lärm scheint so etwas wie Symbolcharakter zu haben.
Übrigens muss man keine traumatischen Erlebnisse haben, um eine Depression zu bekommen. Das ist bei mir auch nicht der Fall. Da dann die eigentliche Ursache zu finden, ist oft sehr schwierig. Zumal es sich dann auch nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen lässt, es ist eben die Summe vieler Geschehnisse. Da nützt es übrigens wenig, wenn man alleine vor sich hingrübelt... Du brauchst professionelle Hilfe, um dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Als meine Depressionen anfingen, hatte ich auch nicht den blassesten Schimmer, wie sie entstanden sind, mittlerweile weiß ich das ziemlich genau. Ich dachte auch immer, ich hätte eine glückliche Kindheit gehabt, im Nachhinein betrachtet, sind da aber doch einige Dinge schiefgelaufen.
Wenn Du kein traumatisches Erlebnis hattest, kannst Du eigentlich auch nicht unter einem PTBS leiden, denn das setzt ja eben gerade ein Trauma voraus.
Mir scheint auf jeden Fall Dein Selbstbewusstsein angeknackst, denn wenn jemand bei Dir Frust abladen will und Du Dich erfolgreich wehrst, nimmst Du es dennoch als Niederlage. Wahrscheinlich nimmst Du Deine Misserfolge auch alle persönlich? *vorsichtigfrag* Da gibt es sicher jede Menge Arbeit, auf die Du Dich zusammen mit einem Therapeuten stürzen solltest...
In welche Ecke man Dich dabei steckt, wie sich Deine Krankheit nun genau nennt, ist letztendlich doch nicht wichtig. Hauptsache, Du gehst Deine Probleme überhaupt an und findest wieder zu Dir!
Gruß Alue
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Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert." Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
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Marceee
Gast
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« Antworten #13 am: 17. Januar 2005, 14:50:37 » |
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Du hast ne REizüberflutun würd ich sagen
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yon
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« Antworten #14 am: 17. Januar 2005, 23:56:55 » |
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Hallo Klumpf,
da kommt sehr viel zusammen, was Du schreibst, was Du erlebt hast. Ich stelle mir dir Frage: Wieso gehst Du mit Dir selbst so schrecklich um? Muß das denn noch zusätzlich sein?
Du meinst, Du hast im Leben die falschen Entscheidungen getroffen, an stelle Dir selbst etwas mehr verständnis entgegen zu bringen, was Dich zu diesen Entscheidungen gebracht hat. Deine Wohnung gefällt Dir nicht - wo Du Dich und Deine "Privatsphäre" doch so akzeptieren könntst wie Du bist. Du bist ein liebeswertes Wesen, das leider an Depressionen leidet, aber Du findest Du hast keine Selbstdisziplin. Wieso tust Du Dir das selbst an?
Hab' sehr Mühe, diese Zeilen zu schreiben, verstehe das ja selbst nicht, hoffe, es ist trotzdem rübergekommen
Schöne Grüße Yon
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Nrw_lady
Juniormember
 
Beiträge: 12
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« Antworten #15 am: 30. Januar 2005, 11:56:21 » |
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Hallo einen schönen Sonntagmorgen,
Ich war für 6Wochen in einer Klinik wegen Depressionen,Schlafstörungen und Angstzuständen. Seid 3 Wochen gehe ich wieder für3Stunden pro tag arbeiten.Leider fangen meine Störungen schon wieder an..Bemekrbar durch Pfeifen in den Ohren,Unruhe, Selbstverletzungsgedanke usw. Mein Arzt meinte, die Krankenkasse würde keinen Stunden mehr bezahlen,weil das Kontingent erschöpf wäre.
Ich kann überhaupt keinen Stress mehr ertragen.
Ich nehme auch Antidrepessiva,sonst ginge garnichts!! Hat irgendwer einen Tip was ich machen kann??
LD aus NRW
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wolfgang
Gast
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« Antworten #16 am: 30. Januar 2005, 12:14:09 » |
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Hallo Lady, welche Stunden meinst du? Hattest du ambulant noch eine Therapie?
Herzliche Grüße Wolfgang
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Nrw_lady
Juniormember
 
Beiträge: 12
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« Antworten #17 am: 30. Januar 2005, 12:19:30 » |
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Ja,ich hatte schon 3Jahre ambulante Verhaltenstherapie.Ich muss dazu sagen,der Arzt meinet das ich evtl.über eine andere Therapieform(tiefenphsychologe) noch was zu machen wäre!!
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wolfgang
Gast
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« Antworten #18 am: 30. Januar 2005, 12:27:56 » |
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Hallo Lady, das wird schwierig, dann musst du mit Deiner Krankenkasse verhandeln. Warum warst du denn nur drei Wochen in der Klinik?
Herzliche Grüße Wolfgang
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Nrw_lady
Juniormember
 
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« Antworten #19 am: 30. Januar 2005, 12:35:20 » |
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Ich war 6Wochen in einer psychosomatichen Klinik.
Ich wollte länger bleiben,aber die Ärztin sagte mir,das bezahlt die BFA nicht!!!
Darauf hin sind wir über ein gekommen,dass ich eine Wiedereingliederung zur Arbeitsaufname beantragen soll!
Das ging auch alles ohen Schwierigkeiten über die Bühne. War vor dem Klinikaufenthalt schon 6Monate krankgeschrieben.
Ich habe natürlich jetzt wieder Angst,wenn die *Beschwerden* mehr werden,dass ich wieder nicht arbeiten gehen kann!! Und die Krankenkasse mir evtl. Schwierigkeiten macht..oder auch der Arbeitgeber!
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wolfgang
Gast
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« Antworten #20 am: 30. Januar 2005, 13:40:33 » |
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Hallo Lady, die Krankenkasse ist das kleinere Übel, die kann sich nicht einfach über eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hinwegsetzen. Wenn Dein Arbeitgeber mit der Wiedereingliederung einverstanden war, ist er Dir doch wohl auch gut gesonnen. Deine Angst ist natürlich in der heutigen Zeit begründet. So einen richtigen Tipp kann ich Dir im Moment auch nicht geben. Nur zur Sicherheit, wenn alle Stricke reissen hast du auch die Möglichkeit in eine Akutklinik zu gehen. Da kann die BfA und auch de Krankenkasse nichts machen. Vielleicht behälst du das mal im Hinterkopf und sprichst mit Deinem Arzt drüber.
Herzliche Grüße Wolfgang
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Nrw_lady
Juniormember
 
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« Antworten #21 am: 30. Januar 2005, 13:44:59 » |
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Danke für deine Hilfe...ich werd es im Kopf behalten und morgen geh ich zu meinem Arzt!
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wolfgang
Gast
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« Antworten #22 am: 30. Januar 2005, 13:51:35 » |
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gerne!!!
Vielleicht noch eins. Bei uns in Rheinland-Pfalz gibt es einen Dienst, den man einschalten kann, wenn es Probleme mit dem Arbeitsplatz wegen der Psyche hat. Er heißt pychosozialer Dienst (PSD). Die helfen in solchen fällen. Normalerweise müsste es in NRW so etwas auch geben. Die haben mir vor der Rente sehr geholfen.
Herzliche Grüße Wolfgang
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Nrw_lady
Juniormember
 
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« Antworten #23 am: 30. Januar 2005, 14:15:11 » |
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Genau,den gibt es auch hier einen Psychosozialdienst!
ich werd jetzt erstmal abwarten!! Danke!
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Nrw_lady
Juniormember
 
Beiträge: 12
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« Antworten #24 am: 30. Januar 2005, 14:23:51 » |
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Nachtrag:
Hab gerade auf der Hompage unserer Stadt eine Adresse des Sozialpsychatichen Zentrum gefunden:-))
lg aus NRW
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