Home | Forum
Samstag, 26. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
26. Mai 2012, 12:52:51 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Möchte meiner Freundin helfen, aber wie?  (Gelesen 1969 mal)
rudiratlos
Juniormember
**
Beiträge: 8



« am: 21. Januar 2005, 20:15:37 »

Hallo Leute,

hatte diesen Beitrag schon mal im Forum Treffpunkt geschrieben. Da ich dort aber kaum Antworten bekam, versuche ich es hier nochmal. Schreibe hier zwar kurz nochmal alles auf, aber wer möchte kann sich den anderen Beitrag ja auch nochmal durchlesen. Hier der Link dorthin (http://www.surfertreff.de/psycho/portal/modules.php?name=eBoard-allg&file=viewthread&tid=268) oder schaut im Forum Treffpunkt/Talk Talk Talk, selber Betreff.

So wo soll ich anfangen. Bin wirklich verzweifelt. Meine Freundin hat für ihre Verhältnisse sehr viel Vertrauen zu mir. Sie war im letzten Jahr für ca. 10 Wochen in stationärer Behandlung aufgrund ihrer psychosomatrischen Erkrankung. In dieser Zeit hat sie relativ viel mir ihr Herz ausgeschüttet und ich war ab und zu ihr einziger Halt (mich verzweifelt angerufen, usw.). Kurz vor dem Ende ihres Klinikaufenthaltes hatte sie sich so viel für ihre Zukunft vorgenommen und ich hatte echt gehofft, dass ich ihr dabei auch helfen kann. Aber es kam alles anders. Sie hat hier Freundschaften wieder aufgefrischt, mit denen sie ausser Partyfeiern nichts anderes macht. Ihre Freunde wissen von ihren Problemen nichts, sie hat diesbezüglich kein Vertrauen zu ihnen, sagt sie und denen würde das denke ich auch nicht weiter interessieren. Naja, alles in allem flüchtet sie in eine Scheinwelt. Dabei vergißt sie alles was sie gelernt hatte und zerstört so ihr Leben (Studium geschmissen, immer mal wieder Ärger mit ihren Eltern,..). Ganz abgesehen davon, dass sie sich wieder unnötig zuviel Streß aussetzt. Sie hat also ihren Alltag überhaupt nicht mehr im Griff. Leider blockiert sie jetzt auch schon ziemlich lange mir gegenüber und ich bin einfach machtlos. Habe ihr schon sehr oft meine Hilfe angeboten, die sie aber nicht annehmen möchte.
Ich schätze, wenn sie so weitermacht, wird sie Mitte dieses Jahres wieder in stationäre Behandlung gehen müssen, weil ihr Körper wieder streikt. Das zuschauen und machtlos sein macht mich dabei echt fertig. Habe schon überlegt, da sie wöchentlich noch einmal in Therapie ist, mal mit ihrer Therapeutin zu sprechen. Mitnehmen würde sie mich auf keinen Fall und wenn sie herausbekäme, dass ich mit ihrer Therapeutin gesprochen habe, wäre sie mir sicherlich auch sehr böse. Abgesehen davon, weiß ich nicht, ob die Therapeutin mit mir überhaupt reden würde, da ich ja kein Familienangehöriger bin.

So ich lass es erst einmal dabei, hoffe es schreckt euch nicht ab, dass ich wieder soviel geschrieben habe, aber es liegt mir halt am Herzen. Bitte antwortet mir und schreibt mal, was ihr denkt. Vielleicht liest ja der ein oder andere auch noch meinen anderen Beitrag, ist vielleicht hilfreich für eine Antwort.

Vielen, vielen Dank für eure Antworten,

Rudiratlos


Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #1 am: 21. Januar 2005, 21:18:50 »

Hallo,
selbst wenn du ein Angehöriger der Familie wärst, würdest du ohne Einwilligung deiner Freundin keine Auskunft bekommen.
Einem Menmschen, der keine Hilfe annimmt, kann man nur schwer, wenn überhaupt helfen. Vielleicht muss sie noch einmal auf die Nase fallen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
Fran
Stammposter
****
Beiträge: 196


« Antworten #2 am: 21. Januar 2005, 22:06:37 »

Hi, Rudi....
hmm....ich kann dich wirklich verstehen, mit deinen Gefühlen der Machtlosigkeit...daneben zu stehen und zuzusehn, wie ein lieber Mensch und Freund sich gehnlässt.

Aber wie Wolfgang schon sagt, vielleicht muss sie wirklich erst mal auf die Nase fallen...um zu wissen, wo ihr "richtiger" Weg ist.

Was du leider nur tun kannst, (und ich weiss, dass das schwer ist)...ihr weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen...denke sie weiss das zu schätzen.

Nur musst du aber aufpassen, das dich das ganze nich mürbe macht, und vor allen Dingen, das du nich denkst, du seist unfähig......Du kannst nur jemandem helfen, der das auch will...vielleicht ist sie noch nich soweit.

Es liegt ganz alleine bei ihr, und ich denke, wenn sie merkt, das da jemand ist (ausser ihrer Scheinwelt)...der es ernst mit ihr meint, wird sie froh und dankbar sein....

Ich schick dir ganz liebe Grüsse und es ist schön, das es solche Menschen gibt....Fran...Smiley

Gespeichert
rudiratlos
Juniormember
**
Beiträge: 8



« Antworten #3 am: 21. Januar 2005, 22:16:25 »

Hallo Fran, hallo Wolfgang,

danke für eure Antworten! Eigentlich hat ich mir das auch schon gedacht. Doch wollte und will ich mir das nicht eingestehen, dass ich leider im Moment nichts anderes machen kann. Hatte halt gehofft ihr habt noch einen guten Ratschlag, wie ich besser an sie rankommen kann.

Danke Fran für deine netten Worte. Fand es echt sehr nett und sie haben meine Gefühle auf den Kopf getroffen.

Da ich sie nach wie vor sehr lieb habe, ist es für mich selbstverständlich ihr auch weiterhin zur Seite zu stehen. Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Nochmals danke für die Antworten,

Rudiratlos
Gespeichert
rudiratlos
Juniormember
**
Beiträge: 8



« Antworten #4 am: 23. Januar 2005, 15:46:02 »

Hallo an alle,

mir gingen eure Antworten (von Wolfgang und Fran) seit Freitag nochmal durch den Kopf.

Es ging mir einfach der Satz durch den kopf, dass ich sie lassen muß, wenn sie sich nicht helfen lassen will. Auch wenn ich weiß, das es letztlich vielleicht wirklich so ist, so möchte ich das doch nicht ganz so pauschal sagen. Oh ha, das ist alles schwierig zu erklären. Also ich denke sie weiß echt was sie an mir hat. Das sagt sie mir auch oft. Und deswegen denke ich auch, dass sie generell eigentlich sich schon von mir helfen lassen würde. Ich habe nur den Anschein, dass sie furchtbar Angst hat, mir all das zu erzählen. Ob es nun Angst ist, oder was auch immer, das weiß ich nicht. Eines ist allerdings ganz sicher. Ihr fällt es enrom schwer über ihre Probleme und Ängste zu reden. Deshalb hatte ich anfangs auch geschrieben, dass sie für ihre Verhältnisse sehr viel Vertrauen in mich setzt. Das ihr das Reden darüber schwer fällt, habe ich bei ihrem Klinikaufenthalt gemerkt. Da hat sie mich öfters total down angerufen, oder wenn das noch nicht mal ging mir mails geschrieben, in der sie mir sagte, wie ihr das alles weh tut. Ich denke das möchte sie halt nicht schon wieder auffrischen. Ich glaube wirklich, dass das genau das Problem ist, wieso sie mich nicht einbezieht. Also meine neue Frage wäre jetzt, wie ich ihr diese Angst vor dem Reden nehmen kann. Ich möchte ihr doch einfach nur die Hand reichen und einen Teil diese Ballasts mittragen. Wie mache ich ihr klar, dass ihr das vielleicht gut tun könnte.

Hoffe ich hab mich ein klein wenig detaillierter diesmal ausgedrückt.

Schönen Sonntag noch,

Rudiratlos
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #5 am: 23. Januar 2005, 16:28:28 »

Hallo Rudi,
von, dass du von ihr lassen sollst habe ich nichts geschrieben, auch ist meine Meinung nicht pauschal, sondern aus der Erfahrung der vergangenen 16 Jahre mit Menschen mit psychischen Krankheiten.

Natürlich ist es Deine Entscheidung was du letzt endlich tust. Es ehrt Dich auch, wenn du zu der Frau halten möchtest. Nur die Gefahr selbst unter die Räder zu kommen ist da. Und dies kann man nicht beschönigen.
Was hat denn Deine Freundin überhaupt Depressionen mit einem sekundären Suchtproblem?

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
rudiratlos
Juniormember
**
Beiträge: 8



« Antworten #6 am: 23. Januar 2005, 17:22:16 »

hallo Wolfgang,

ganz so hatte ich das auch nicht verstanden, was du mir geschrieben hattest.

Tja wenn du mich fragst was sie hat. Die Antwort darauf ist ja eines meiner Probleme. Soviel sagt sie mir ja nicht ich kann ja nur zwischen den Zeilen lesen. Mir ist klar das man sich da ganz falsches auch hineininterpretieren kann, dass man da also vorsichtig mit sein muß. Vielleicht denkst du jetzt auch, wieso schreibt er dann, dass seine Freundin ihm viel anvertraut. Aber genau das ist ja ihr Problem. Sie spricht darüber echt nur mit ihrer Therapeutin.
Also, ich habe vorhin einen Beitrag hier im Forum gelesen, da schrieb jemand von dem inneren kleinen Kind, welches vernachlässigt wurde und das sie dadurch ihren Alltag nicht bewältigen kann. das würde ich sagen trifft auch auf meine Freundin zu. Ich weiß das sie auf der einen Seite wie ein kleines Mädchen ist, was Geborgenheit sucht und nicht mit ihrem Alltag zurecht kommt und auf der anderen Seite möchte sie gerne eine selbstständige erwachsene Frau sein, die keine fremde Hilfe braucht. Aber das alles geht immer und immer wieder in die Hose. Ich denke ausgelöst hat das ganze, als sie hier in unsere Studienstadt, weg von ihre Eltern gezogen ist. Ich denke das braute sich schon die ganze Zeit zusammen, doch hier ist dann alles ausgebrochen. Sie hat hier ihren Alltag nicht in den Griff bekommen. Anfang des letzten Jahres hat sie dann ständig andere Krankheiten bekommen. Hatte ständig Kopfschmerzen, konnte nicht schlafen und vieles mehr. Nach mehreren Arztbesuchen hat sie dann in einer Fachklinik für Psychosomatik einen Platz zugewiesen bekommen. Wie ich schon geschrieben habe, weiß ich nur von diesem Aufenthalt, dass sie dort ihre komplette Vergangenheit und Kindheit aufarbeiten musste, was ihr sehr schwer gefallen ist. Also ein Suchtproblem hat sie denke ich nicht. Ach stimmt sie hatte mir auch erzählt, dass sie für kurze Zeit im teenageralter auch mal an Bulimie gelitten hat. Antidepressiva hatte sie "nur" während ihrem und kurz nach ihrem Klinikaufenthalt bekommen. Ich denke "einfach" zur Bewältigung der Ängste, oder so. Diese hatte sie dann vor ein paar Wochen ohne Absprache mit ihrer Therapeutin abgesetzt. Ich glaube die denkt, dass sie die immer noch nehmen würde.

Danke Wolfang für deine Antworten, danke natürlich auch wenn andere schreiben!

Gruß,
Rudiratlos
Gespeichert
wolfgang  
Gast
« Antworten #7 am: 23. Januar 2005, 18:22:14 »

Hallo Rudi,
noch einmal ganz kurz, bevor ich zum gemütlichen Teil übergehe.
Versuche von Deiner Freundin eine Endbindung von der Schweigepflicht zu bekommen und wenn es nur für der Notfall ist. Vielleicht ist das machbar. Bis morgen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Gespeichert
rudiratlos
Juniormember
**
Beiträge: 8



« Antworten #8 am: 25. Januar 2005, 10:33:14 »

Danke Wolfgang für deine Antworten!

Deine Antworten haben mich nochmal sehr zum Nachdenken angeregt. Hab mir halt nochmal überlegt, wieviel Kraft ich bereit bin zu investieren und wie sie auf so manchen Vorschlag, wie z.B. deinen in deiner letzten Antwort, reagieren wird.

Hab mich jetzt dazu entschlossen mit ihr erst nochmal ein Gespräch zu führen, in der ich ihr auch sage, wie mich das beschäftigt und ich ihr gerne helfen möchte. Nicht das ich das nicht schon paar mal getan hätte, aber vielleicht nützt es ja doch was, nochmal ernsthaft darüber zu reden. Will ihr auf jeden Fall dabei auch klar machen, dass mich das mehr Kraft kostet, einfach nur daneben zu stehen, als wenn ich meine Kraft gezielt zum Helfen benutzte. Ach jeh, hört sich ja schon fast so an, als wenn ich die Hilfe benötigen würde.

Also erstmal danke und ich werde mich mal melden, wenns was neues gibt. Aber schätze leider, dass sie zwar sagen wird, dass sie sich helfen lassen will und über ihre Probleme und Ängste reden will, aber solch ein Gespräch dann leider auf den Sanktnimmerleinstag verschiebt. Naja wird schon.

Ich werde sie nicht aufgeben!

Liebe Grüße,

Rudiratlos
Gespeichert
rudiratlos
Juniormember
**
Beiträge: 8



« Antworten #9 am: 25. Januar 2005, 16:34:19 »

Hallo Wolfgang,

dass ganze hat sich scheinbar erledigt. Wir hatten vorhin nochmal drüber gesprochen und sie will sich absolut nicht helfen lassen. Hat mir das klipp und klar nochmal gesagt. Obgleich ich ja gerne wenigstens der Therapeutin mal sagen würde, dass meine Freundin ja eigentlich jemand hat, von dem sie sich helfen lassen könnte, schätze ich ist es jetzt echt das beste, wenn ich mich zurückziehe, oder? Würd ihr das gerne stecken, weil sie ihr gesagt hat, dass sie sich eigentlich durchaus helfen lassen soll. Aber will die Freundschaft nicht ganz kaputt machen. Na mal sehen wie es weiterläuft. Danke Wolfgang, du hast es von Anfang an richtig gesehen. Hatte halt Hoffnung!


Nochmals vielen Dank für eure Antworten und bis bald,

Rudiratlos
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #10 am: 13. August 2006, 14:18:28 »

Hi
So lobenswert deine Einstellung gegenüber deiner Freundin ist. Aber Voraussetzung für eine Therapie usw. ist der 100 % Wille. Dazu Personen, die einfach da sind und immer wieder Unterstützung geben. Nur ein Tiefpunkt läßt einem viele Sachen überdenken und wecken die Bereitschaft, Änderungen zu zu lassen. Niemand kann für einen Anderen etwas tun, wenn er nicht will. Wenn er aber er es will, ist alles möglich. Diese Thema ist nicht ganz einfach!
Servus Fridolin
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS