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Autor Thema: Bulimie  (Gelesen 4112 mal)
hurt-girl
Juniormember
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Beiträge: 20


« am: 12. Februar 2005, 18:14:56 »

Hallo ihr!

Ich leide seit ca. 2 1/2 Jahren an Bulimie. Es ist wie ein Hass gegen mich selbst... wie eine Bestrafung... Wie ein Zwang! Aber ich weis nicht wie ich diese Krankheit überwinden kann... Ich habe so gut wie niemand der mir beisteht und mir helfen würde das zu durchstehen... Und ich kenn leider auch keine anderen Betroffenen mit denen ich mich austauschen könnte oder über den ein und anderen Auslöser der Krankheit zu sprechen...
Würde mich über Rat, Hilfe oder Kontakt mit anderen freuen!!!!!

Danke fürs lesen!!!
Lg Hurt-Girl
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum
Tahina  
Gast
« Antworten #1 am: 12. Februar 2005, 18:39:46 »

Hallo hurt-girl,
habe selbst vor Jahren gegen Bulimie gekämpft und kann Dir vielleicht etwas von meinem "Genesungsweg" erzählen, wenn Du das möchtest.
Vielleicht magst Du aber lieber noch etwas von Dir berichten?
Was hast Du denn bisher schon unternommen, um mit der Bulimie umgehen zu lernen?
Liebe Grüße
Tahina
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Giotto
Stammposter
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Beiträge: 158



« Antworten #2 am: 12. Februar 2005, 23:17:34 »

Hallo hurt- girl.
Hey ich weiß was du durchmachst. Ich leide seit 6 Jahren an Bulimie. Hab es in dieser Zeit auch schon 2mal richtig geschafft davon wegzukommen. Ich war auch ganz allein, meine ganze Familie hat einfach nicht reagiert. Ich meine, ich war so dürr, dass es alle leute gesehen haben und mich auch darauf angsprochen haben. Meine Eltern haben sich schon Sorgen gemacht, aber ich bin ihnen einfach immer nur ausgewichen. Das ist jetzt für mich auch das erste Mal, dass ich mit einem Betroffenem rede, bzw. schreibe. Ich habe meine Bulimie eigentlich nie als Hass empfunden. Ich war aber auch richtig tief drinnen in der Sucht. Irgendwann fing mein Bruder an, nach dem Essen immer an der Toilette zu lauern. Ich konnte es aber nach dem essen dann schon nicht mehr lange drinnen behalten und abwarten bis freie bahn im Bad ist, sodass ich dann entweder in meinem Zimmer aus verzweiflung in eine Tüte gekotzt habe und diese dann später weggebracht hab, oder mit dem moped rausgefahren bin um irgendwo draußen zu kotzen. Aber ich hab es geschafft, naja seit ner Woche hab ich mindestens jeden Tag einmal gekotzt. Ich hoffe dass es nicht mehr wird. Ich kann dir nur sagen, dass du einen extrem starken Willen brauchst. Ich denke es ist wichtig zu akzeptieren was man gegessen hat. Ich weiß, dass das sehr sehr schwer ist. Vorallem muss man es erstmal schaffen wieder normale mengen zu essen. Wie ist das bei dir? Als ich ganz extrem dünn war konnte ich eigentlich garnicht mehr viel essen, weil mein Magen nichts mehr aufnehmen konnte. Ich fing dann eher an gar nichts mehr zu essen. Ansonsten konnte ich unmengen verdücken, weil ich die beherschung verliere und kein Sättigungsgefühl spüre. Dann hat man natürlich ein total schlechtes Gewissen und denkt an die unzähligen Kalorien. Hast du schonmal an eine Therapie gedacht. Aber ich weiß dass man es auch alleine schafen kann. man darf nicht schwach werden. Vielleicht hilft es dir, wenn du an die Spätfolgen denkst. Mir geht`s seit 2 Jahren richtig dreckig und ich haben den schlimmen verdacht, dass es vielleicht von der Bulimie kommen könnte. Mein Kreislauf spielt völlig verrückt. Ich habe ständig Herzrasen und durch die bulimie haben sich meine ganzen Muskeln abgebaut, weil kein fett mehr abgebaut werden konnte. Also Rückenschmerzen und Kofschmerzen jeden Tag wegen fehlender Muskeln und es ist so mühsam sich wieder alles aufzubauen. Denke jedesmal wenn endu kotzt, dass du deinen Körper extrem damit schädigst und auf lange Sicht schwerwiegende Folgen bekommen kannst. Ich spreche wirklich aus Erfahrung und kann dir nur sagen, dass du es versuchen mußt. Wirklich! Bitte melde dich mal bei mir denn ich würde gern mal mit dir chatten oder texten und mich austauschen und von deiner Geschichte erfahren, denn wie gesagt ich kenn sonst auch keinen weiter.

Sei ganz lieb gegrüßt...
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Das Gesicht ist euch geschenkt,
lachen müßt ihr selber.
hurt-girl
Juniormember
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Beiträge: 20


« Antworten #3 am: 13. Februar 2005, 20:17:59 »

Hallo Giotto, hallo Tahina

Ich habe schon öfters an eine Therapie gedacht...und ich wollte es auch durchziehen..aber ich bin jetzt 16 Jahre und besuche gerade die 10. Klasse einer Realschule...ich könnte in eine Klinik gehen...aber ich will irgendwie nicht alles jetzt so hinschmeissen was ich mir bis jetzt wirklich hart erkämpfen musste, da ich mich durch die Bulimie nicht mehr richtig konzentrieren kann und ich kann mir auch kaum noch was merken!!! Das mit den Beschwerden mit Herz und Kreislauf und so hab ich auch schon manchmal...ich denke mir auch schon immer bevor ich zur Toilette renne dass ich mir da überhaupt nichts gutes tue...aber in diesem Moment setzt mein Kopf total aus..es interessiert mich gar nicht mehr ob es gut oder schlecht ist für mich!!! Erst danach wenn es dann wieder passiert ist kommt das schlechte Gewissen und die Gedanken dass ich der totale Versager bin und nicht stark bleiben kann...
Aus welchem Grund denkt ihr habt ihr die Bulimie bekommen??

Danke für eure Antworten!!!!!

Gruß hurt-girl
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum
Tahina  
Gast
« Antworten #4 am: 14. Februar 2005, 08:26:58 »

Hallo hurt-girl,
so wie ich meine Krankheit verstanden habe, gibt es verschiedene Gründe für ihren Ausbruch. Ein ganz wesentlicher Grund war dafür wohl, dass ich meine eigene Gefühlswelt nicht kannte, d.h. ich habe sinnbildlich alles in mich hineingefressen und auch auf sonstige Art und Weise Gefühle/Emotionen regelrecht platt gemacht, die sich in mir regten. Diese für mich fremde Welt mußte ich erst langsam kennenlernen.
Was hält Dich davon ab, die 10. Klasse ggf. zu wiederholen? Wenn Du Dich derzeit gar nicht wirklich auf die Schule konzentrieren kannst, ist es vielleicht gut, erst einmal Wege zu finden, die die Konzentration wieder fördern. Dann kannst Du auch einen guten Schulabschluss bekommen.

hurt-girl, kannst Du Dir Schwächen zugestehen? Es könnte sehr wichtig sein, dass Du das lernst.

Liebe Grüße,
Tahina
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hurt-girl
Juniormember
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Beiträge: 20


« Antworten #5 am: 15. Februar 2005, 00:09:45 »

Hallo ihr beiden...
So nun war es wieder soweit...Ich habe mich wieder mal zu sehr in alles hinein gesteigert und wie vorauszusehen alles in mich hinein gestopft was zu finden war und mich danach übergeben.... immer das selbe Spiel!!!! Und ich hasse mich von mal zu mal mehr dass ich das tue und dass ich nicht stark bleibe...dass ich nicht aufhören kann mit dem "alles in mich reinfressen" im wahrsten Sinne des Wortes...
Das alles begann wie oben schon erwähnt vor ca. 2 1/2 Jahren...aber es kam nicht aus heiterem Himmel...ist ja irgendwo auch klar...ich weis nicht ob ich es nicht bereuhen werde das jetzt hier zu schreiben und es ist mir ziemlich peinlich und unangenehm weil es hier jeder lesen kann...aber alles begann mit einer Vergewaltigung...ich war erst 13 und es war mein "erstes Mal" dass ich mir natürlich wie jeder andere Jugendliche ganz anders ausgeträumt hatte...Ich hatte weder die Möglichkeit es kennen zu lernen in einer Beziehung mit einem Jungen Gefühle aufzubauen noch zu lernen NEIN zu sagen wenn ich nein meine...ich lasse mir sehr sehr viel gefallen und sehr viele Menschen nutzen gerade dies aus um mich auszunutzen oder mich zu verarschen...aber mittlerweile hab ich wieder  Gefühle...und zwar viel intensivere und stärkere wie vielleicht manch anderer...am Anfang dachte ich immer ich muss stark sein und alles abwehren...am Besten gar nichts auf mich zu kommen lassen oder an mich heran...aber mittlerweile lege ich alles auf die Goldwage...jeder Ausdruck jeder Spaß den jemand macht tut mir richtig weh..und genau das bringt mich wieder dazu meine Gefühle zu verheimlichen, weil wenn ich sie zulasse werde ich sofort als Jammerlappen abgestemmpelt oder als "nicht ganz sauber". Das heißt ich muss ständig meine schauspielerischen Künste zum Einsatz bringen was gar nicht so einfach ist. Ich versuche immer mir nichts anmerken zu lassen...mach allen nur was vor..Sie sollen nicht merken was mit mir los ist weil ich mir ganz sicher bin sie würden es nicht verstehen...einfach nicht nachvollziehen können weil sie nicht in dieser Situation sind...Weil sie sich es nicht vorstellen können wie es ist das alles erfahren zu haben...und deshalb versuche ich alles was ich in mich "rein fresse" danach wieder los zu werden...darum fresse ich wirklich alles in mich rein und übergebe mich dann! Es ist so ein Teufelskreis...und es kommt alles zusammen...Aber was soll ich tun?Huch


Danke fürs lesen.....
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum
wolfgang  
Gast
« Antworten #6 am: 15. Februar 2005, 07:40:44 »

hallo Hurt-girl,
alles im Leben hat mindestens zwei Seiten. Du kannst weiter schauspielern und dich selber klein machen, wenn du dich wieder übergeben hast oder du kannst anfangen dir zu sagen, dass du halt krank bist.
Das Schauspielern kostet Dich Kraft, die du im Prinzip nicht hast. Wenn du an dem Punkt bist, dass du dir die Krankheit eingestehst, kannst du dir professionelle Hilfe holen oder du machst so weiter wie jetzt.
Ich sage es mal ganz brutal, du kannst Dich für das Leben entscheiden oder....?
An Eurer Schule gibt es doch bestimmt einen Schulpsychologen. Sprich doch einmal mit ihm oder ihr. Mit Sicherheit kann er Dir Ratschläge geben.

Jeden Teufelskreis kann man durchbrechen. Essstörungen sind heilbar oder zu stoppen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Tahina  
Gast
« Antworten #7 am: 15. Februar 2005, 08:30:27 »

Hallo hurt-girl,
was Du tun kannst?
Zunächst vielleicht den Selbsthass stoppen. Dir bewußt machen, dass Du noch keinen anderen Weg gefunden hast, mit Deinen immensen Gefühlen umzugehen. Dich selbst als "Freund" annehmen und liebevoll auch mit Deinen "kranken" Teilen sein.
Auch ich habe nicht von heute auf Morgen losgelassen von den Fressattacken und anschließendem Auskotzen. Das ist erst langsam gekommen, nachdem ich gelernt hatte, mich nicht mehr selbst zu verteufeln. Irgendwann später brauchte ich die Bulimie dann nicht mehr.

Gibt es jemanden in Deiner Umgebung, den Du magst und dem Du vertrauen würdest?
Liebe Grüße
Tahina





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Giotto
Stammposter
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Beiträge: 158



« Antworten #8 am: 17. Februar 2005, 23:34:35 »

Hallo Hurt-girl,

ich habe auch über Jahre geschauspielert und was war das Ergebnis? Niemand verstand mich mehr, warum ich mich in bestimmten situationen so verhaltet usw. Es hat mich so immense Kraft gekostet, die ich lieber hätte woanders investieren sollen. Ich habe für mich festgestellt, dass es alles für einen leichter wird, wenn man seine Umgebung mit einbezieht und sich öffnet. Ich mache dies jetzt so mit meinen Freunden. Natürlich muss man abwegen, wem man sich alles anvertraut. Leider kann ich mit meinen Eltern einfach nicht darüber reden. ich kann diese Schwelle nicht überwinden, obwohl es bestimmt sehr viel besser für mich wäre. Wenn deine Umgebung darüber bescheid weiß, können sie dich eventuell unterstützen, oder sich eventuelle dumme sprüche verkneifen.

Liebe Grüße
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Das Gesicht ist euch geschenkt,
lachen müßt ihr selber.
Magnela
Juniormember
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Beiträge: 25



« Antworten #9 am: 04. März 2005, 14:59:08 »

Hallo hurt-girl.

Ich leide zwar nicht an Bulimie, aber ich kann die Aussagen meiner Vorgänger nur unterstützen.
Du würdest dir selber einen großen Gefallen tun, wenn du mit der Schauspielerei aufhörst. Es wird dich nicht weiterbringen. Versuche, dich einem guten Freund/einer guten Freundin gegenüber zu öffnen, denn nur wenn du dir deiner Gefühle selber bewusst wirst und diese auch anderen mitteilst,  wird es dir gelingen, dich selber wiederzufinden. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern nur in kleinen Schritten, aber diese kleinen Schritte können dein Leben nachhaltig verändern.

Auch ich habe mir eine zeitlang selber etwas vorgemacht (ich litt an einer starken Sozialphobie, wollte mir aber selber nicht eingestehen, daß ich krank bin). Das Resultat war, daß sich in mir ein extremer Druck aufbaute und ich einen Nervenzusammenbruch erlitt. Erst als ich anfing, mich mitzuteilen, verbesserte sich mein Zustand.

Ich leide auch heute noch an Ängsten, jedoch bin ich mittlerweile in der Lage,
diese meinen Mitmenschen mitzuteilen. So verhindere ich, daß sich dieser Druck in mir nochmal so stark aufbaut.

Ich wünsche dir alles Gute!
Du kannst das schaffen, denn dadurch, daß du dich hier mitgeteilt hast, zeigst du, daß du eine starke Person bist.

Alles Liebe
Magnela
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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer. :-)
mary
Juniormember
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Beiträge: 10


« Antworten #10 am: 16. März 2005, 17:25:00 »

hallo du.
bin heute auch seit langem ma wieder mit dem thema konfrontiert.
habe nämlich gesundheitliche probleme, die mir nun ziemlich angst machen.
dabei hab ich doch die symptome schon so lange (fast) überwunden!
etwa vier jahre lang war ich in dem kreis gefangen- nun überkommt es mich recht selten.
ich glaube nicht, dass man es ganz alleine schafft.
die professionelle hilfe ist auch sehr wichtig.
vielleicht gehör ich zu denen, die es "alleine" geschafft haben.
in meiner therapie wurde das problem weniger besprochen.
aba bin ich deshalb glücklicher?
es kommen andere probleme und sorgen, die die essstörung nur verschleierte.
doch der wolfgang hatte recht, man muss sich für die eine seite entscheiden.
ich habe soviel kostbare zeit durch die krankheit verloren, zeit, die mir keiner zurückgeben kann!
aba vielleicht hab ich die krankheit auch gebraucht, vielleicht war sie mein verbündeter in manchen situationen, ein freund, der schlecht für einen ist.
ein patentrezept gibt es wohl nicht.
aber der erste schritt sollte wohl immer eine therapie sein- um sich die krankheit überhaupt VOLLKOMMEN bewusst zu machen.
der rest ist dann doch die eigene stärke, die jeder von "uns" besitzt.
auch wenn man sich klein und schwach fühlt.
ich glaube, dass viele bulimiker nach außen sehr starke menschen sind.
und das ist auch kein falscher eindruck- sie/wir sind stark, aba die schwächen verachten wir.
i denk es ist möglich drüber wegzukommen, manchmal passiert das auch ganz schleichend, wenn andere dinge wichtiger werden.
mit meinen tiefen problemen habe ich mich noch nicht wirklich auseinander gesetzt, aba es funktioniert irgendwie , dass ich auf alltagsprobleme nicht mehr mit kotzen reagiere.
irgendwann werde ich mich mit den ursachen auseinander setzen müssen, aber bis dahin versuch ich erstmal vom analysieren abzukommen und einfach nur zu leben und das geht manchmal besser und manchmal schlechter.
so das wars erstmal von mir. vielleicht denkst du dir auch:ja die hat gut reden....blabla....jeder muss wohl seinen eigenen weg finden. ich wünsche dir viel glück dabei!!nicht verzweifeln liebe grüße
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Jane Doe  
Gast
« Antworten #11 am: 18. März 2005, 21:25:49 »

Hallöchen,
ein Thema, das bei mir schon mittlerweile fast 20 Jahre zurückliegt!
Ich möchte es auch nicht mehr großartig aufwühlen, jedoch so viel zu meinen Erkenntnissen (mit und ohne Therapie): Selbsthass ist nur die Folge der Krankheit, aber nicht der Auslöser. Auslöser ist vielmehr sehr oft die Tatsache, dass man zu wenig oder keine Liebe bekommen hat, hauptsächlich seitens der Eltern. Keine Bestätigung, keine Anerkennung, nichts "rechtmachen" konnte. Stattdessen Tadel, Kritik, Sätze wie: du kannst ja doch nichts, womit hab ich dich (als Kind) verdient etc. Und/oder man hatte keinerlei Möglichkeit, sich zu entfalten, wurde kompress erzogen, "kleingehalten", minderwertig gehalten... Nichts wurde einem zugedraut, alles ferngehalten, alles abgenommen, DU BIST NICHT IN ORDNUNG, SO, WIE DU BIST!
Wenn man durch solche Umstände geprägt wurde, beginnt man eines Tages, sich zum einen an "Idealen" (schlanken = vermeindlich erfolgreichen, bemerkten, attraktiven Menschen) zu orientieren; zum anderen das fehlende Gefühl von Wärme und Liebe zu ersetzen durch Nahrung, die einen anstelle von menschlicher Zuneigung im wahrsten Sinne der Wortes "ausfüllt/erfüllt". Man spürt wenigstens ETWAS, das einen erfüllt, und weil man nicht genug davon bekommt, "schluckt" man zuviel davon. Und dann kommt das schlechte Gewissen, zum einen, sich "wieder nicht unter Kontrolle gehabt zu haben (du bist DOCH schwach und taugst nichts), zum anderen das "Wissen", dass man noch weniger beachtet und geliebt werden würde, wenn man jetzt auch noch "fetter" werden würde...
Es ist ein Teufelskreis, den man fast nur durch eine gute Therapie durchbrechen kann.
Bei mir persönlich war es so, dass ich über drei Jahre lang nichts mehr, aber überhaupt nichts mehr bei mir behalten habe. Ab dem Tag, an dem ich meinen (noch heutigen) Mann kennengelernt habe, habe ich buchstäblich vergessen, zu stopfen! Er hat mir das gegeben, wonach ich ein Leben lang gehungert habe, ohne es zu wissen: das Gefühl und die BESTÄTIGUNG, dass ich so, wie ich war, total in Ordnung war! (Ich habe es nur nicht bemerkt). Deshalb weiß ich, dass das "zwanghafte Aufnehmen von Nahrung" und anschließende "zwanghafte Wieder-Loswerden" ein Versuch ist, das, was einem im Leben fehlt, zu kompensieren. Und das ist das elementarste, was es im Leben eines Menschen gibt: nämlich Liebe und Geborgenheit. Und die fängt bei den Eltern an... Da liegt die Ursache.
Ich habe heute ein "Modelgewicht" und esse, was mir Spaß macht, und vor allem, soviel wie ich möchte...
Die Sache geht im Kopf ab. Wie alles...
"Damals" gab es noch kein Internet, und tabu waren psychische Störungen sowieso, ja, nicht einmal richtig bekannt. Wie schön, dass man sich heutzutage austauschen kann und nicht alleine ist damit...
Ganz liebe Grüsse, ich denk an euch
Jane
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hurt-girl
Juniormember
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« Antworten #12 am: 09. Juni 2005, 20:25:53 »

Hallo ihr lieben,

danke dass ihr mir euere Tipps und Ratschläge gegeben habt!!! Mittlerweile hab ich es fast ganz geschafft das brechen sein zu lassen.... und ich bin das erste mal so richtig stolz auf mich!! Ich weis dass sich dass auch wieder ändern kann aber ich kämpfe und versuche es zu schaffen!!!

Liebe Grüße
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum
noustous  
Gast
« Antworten #13 am: 10. Juni 2005, 03:16:56 »

hallo hurt-girl,
ich habe erst grade eben hier gelesen und konnte daher vorhin im chat mit deinem Namen nichts anfangen. Sorry

Zu deinem letzten Beitrag aber wollte ich dich ganz doll beglückwünschen weil, es sind die kleinen positiven Erfolgsschritte, die dich langsam aber sicher aus dem Teufelskreis bringen. Auch wenn es noch negative Rückschritte geben wird...aber das Verhältnis zueinander wird sich verändern...und eines Tages bist du draußen!
Ich finde es bewundernswert wie ein so junges Mädchen wie du eine derartige Kraft besitzt...als ich in deinem Alter war, da hätte ich das nie geschafft...kann nur wirklich staunend blicken und finde es toll.
Mach weiter so *mal ein Kraftpaket hierlass*

und wenn du jemand zum reden brauchst...dann komm ruhig in den chat....
*lächelt* aber wär schon schön, wenn du das nächste Mal dann auch etwas schreibst...ich hab gar nicht gewußt ob du nun da warst oder nicht Schockiert)

liebe Knuddelgrüße
noustous
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hurt-girl
Juniormember
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Beiträge: 20


« Antworten #14 am: 03. August 2005, 22:30:00 »

Sagt mal geht bzw. ging es euch auch so dass ihr manchmal während des brechen Nasenbluten bekommen habt/bekommt?HuchHuch
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum
noustous  
Gast
« Antworten #15 am: 04. August 2005, 15:08:49 »

hi girli,
das kommt durch den druck der durch das reflektorische zusammenziehens des magens im kopf herrscht...gleichzeitig noch die kopftieflage dabei. dadurch können kleine gefäße platzen. so etwas kann auch durch niesen passieren, weil auch dabei ein enormer druck aufgebaut wird.
es ist nicht gefährlich, wenn die nase anfängt zu bluten. wichtig ist dann nur, daß du den kopf nicht nach hinten legst, wie allgemein empfohlen sondern das blut vorne heraus fließen läßt.


liebe knuddelgrüsse
noustous

hab dich nicht vergessen, aber bin noch nicht zufrieden stellend fündig geworden...such aber weiter
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hurt-girl
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Beiträge: 20


« Antworten #16 am: 07. August 2005, 22:14:43 »

aber da läuft halt jetzt schon jedes mal total viel raus... aber wenn du sagst dass das nicht schlimm ist bin ich schon beruhigt.. dank dir!

lg
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Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum
noustous  
Gast
« Antworten #17 am: 08. August 2005, 06:18:08 »

hi girli,
das kommt daher, daß sich die kleine geplazte ader ja nicht wirklich erholen kann...du mußt dir das so vorstellen, als ob du an deinem Körper eine wunde hast , an der du immer wieder rumkratzt...die kann dann auch nicht heilen.

liebe knuddelgrüsse
noustous
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