Wer immer alles 1000-prozentig machen will, erkrankt schneller am
Reizdarmsyndrom. Aber auch ängstliche und gestresste Menschen sind
gefährdetDer Auslöser ist meist eine bakterielle Magen-Darm-Infektion. Doch während die meisten nach ein paar unangenehmen Tagen wieder genesen, entwickelt ein Teil der Kranken ein chronisches Reizdarmsyndrom. Es zeigt sich mit Symptomen wie Durchfall, aber auch Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen, ohne dass sich eine medizinische Ursache finden lässt.
Rona Moss-Morris und ihre Kollegen von der University of South Hampton wollen herausfinden, inwiefern die Psyche eine Entstehung des Reizdarms beeinflusst. Dazu befragten die Forscher 620 Patienten mit einer Magen-Darm-Entzündung nach Symptomen seelischer Belastung wie Stress, Ängstlichkeit und Perfektionismus. 49 der Probanden litten sowohl drei als auch sechs Monate nach der ursprünglichen Darmentzündung unter Symptomen eines Reizdarms.